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07.10.2019

15:54

e-Golf

Rabatte und Förderung machen Elektro-Golf billiger als günstigsten Verbrenner

Die künftige Produktion des Volkswagen-Elektroautos ID.3 sorgt für Preisabschläge bei älteren E-Autos, vermutet Autoprofessor Dudenhöffer.

Volkswagen bietet künftig Elektroautos unter der Marke ID an. Reuters

Ladeeinrichtung eines e-Golfs

Volkswagen bietet künftig Elektroautos unter der Marke ID an.

Essen Vor der großen Elektro-Offensive räumt der Autobauer VW offensichtlich noch sein Lager der älteren E-Modelle. Der jüngsten Rabattstudie des CAR-Instituts der Universität Essen-Duisburg zufolge wird der batteriegetriebene e-Golf derzeit mit hohen Abschlägen in den Markt gedrückt.

Bei Internet-Händlern haben die Marktbeobachter nach eigenen Angaben mehrere Angebote gefunden, die mit der staatlichen Förderung auf einen Verbraucher-Endpreis von knapp mehr als 20.000 Euro kommen. Das bislang für 31.900 Euro angebotene Elektroauto liege damit aktuell unter dem Listenpreis des günstigsten Verbrenner-Golfs.

Volkswagen verfolge das Ziel, e-Fahrzeuge möglichst breiten Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen, sagte am Montag ein Unternehmenssprecher. Vor diesem Hintergrund sei der Einstiegspreis des e-Golf Ende August deutlich gesenkt worden. In Deutschland sei das Fahrzeug seitdem ab einer unverbindlichen Preisempfehlung von 31.900 Euro erhältlich, das seien 4.000 Euro weniger als zuvor. Von der unverbindlichen Preisempfehlung gehe noch der Umweltbonus in Höhe von 4380 Euro ab, von dem 2000 Euro der Staat und 2380 Euro Volkswagen übernähmen. Die Preisverhandlung mit dem Kunden und die Gewährung von weiteren Nachlässen liege in der Verantwortung unserer Handelspartner, die als selbstständige Unternehmer am Markt agierten. Die unverbindliche Preisempfehlung des Golf-Basismodells mit konventionellem Antrieb liege aktuell bei 21.685 Euro. „Den Listenpreis mit einem Kundenpreis für den e-Golf zu vergleichen, ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll“, ergänzte der Sprecher. Vergleichbar seien nur Listenpreise untereinander.

Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer vermutet die bevorstehende Markteinführung des E-Modells ID.3 als Hintergrund für die über den Handel angebotenen Rabatte. Der komplett neuentwickelte ID.3 soll mit seiner höheren Reichweite von rund 300 Kilometern für rund 30.000 Euro angeboten werden, sodass der bisherige e-Golf mit 233 Kilometern Reichweite nicht mehr konkurrenzfähig erscheine.

Das Auslaufmodell erreichte laut Institut in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Anteil von lediglich 3,6 Prozent aller in Deutschland verkauften Golf-Varianten. Noch schwächer habe sich der Plug-in-Hybrid Golf GTE mit einem Anteil von 0,1 Prozent verkauft.

Grundsätzlich hat die Studie nur wenige Änderungen in den Rabattangeboten im Vergleich zum Vormonat festgestellt. In offen beworbenen Sonderaktionen werden einzelne Modelle mit Preisnachlässen von bis zu 36 Prozent (Seat Alhambra) angeboten. Bei Internet-Händlern gebe es für selbst konfigurierte 30 Top-Modelle im Schnitt einen Preisnachlass von 18,8 Prozent auf den Listenpreis. Gestiegen ist die Quote der Eigenzulassungen auf Händler und Hersteller. Hintergrund ist hier, dass Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 6c nur noch bis Ende August angemeldet werden konnten.

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