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04.05.2018

14:17 Uhr

Kraftfahrtbundesamt

Fahrschüler fallen immer öfter durch

Im fünften Jahr in Folge ist die Durchfallquote bei Führerscheinprüfungen gestiegen. Grund seien fehlende Sprachkenntnisse.

Bei der Theorieprüfung der Klasse B – dem Autoführerschein – ist die Durchfallquote besonders hoch und steigt seit Jahren. dpa

Fahrschule

Bei der Theorieprüfung der Klasse B – dem Autoführerschein – ist die Durchfallquote besonders hoch und steigt seit Jahren.

FlensburgIn Deutschland scheitern immer mehr Fahrschüler an den Führerscheinprüfungen. Bei mehr als jeder dritten Theorieprüfung sind die Prüflinge im Jahr 2017 durchgefallen, das geht aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes hervor.

Die bundesweite Durchfallquote ist demnach auf alle Führerscheinklassen bezogen das fünfte Jahr in Folge gestiegen und lag bei 36,8 Prozent (2016: 34,8 Prozent). Auch bei 28,1 Prozent der Praxisprüfungen fielen die Führerscheinanwärter durch (2016: 26,6 Prozent) – ein Anstieg zum dritten Mal in Folge.

Bei der Theorieprüfung der Klasse B – dem Autoführerschein – ist die Durchfallquote besonders hoch und steigt ebenfalls seit Jahren. 2017 lag sie bei 44,0 Prozent (2016: 42,7 Prozent). Bei der praktischen Prüfung für den Autoführerschein fielen 39,9 Prozent der Anwärter im vergangenen Jahr durch (Vorjahr: 37,6 Prozent).

Der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, Gerhard von Bressensdorf, führt die Steigerung in erster Linie auf den größeren Anteil nicht-deutschsprachiger Bewerber zurück. Ihnen falle die Theorieprüfung schwer, zudem seien sie oft mit einer anderen Verkehrskultur aufgewachsen und bräuchten oft drei bis fünf Anläufe bis sie bestehen, sagte Bressensdorf. In der Praxisprüfung gebe es durch den zunehmenden Verkehr immer mehr Fehlerquellen für Prüflinge.

Die geringsten Durchfallquoten hat Hessen mit 31,4 Prozent bei der Theorie und 23 Prozent bei der praktischen Prüfung. Schlusslicht bei den Theorieprüfungen ist Sachsen-Anhalt mit 44,9 Prozent, bei den Praxisprüfungen ist es Hamburg mit 41,6 Prozent.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Herr Frank Plonus

04.05.2018, 14:59 Uhr

Schade, das sind immer noch viel zu wenige, die durchfallen.
Wer die Landessprache nicht beherrscht, sollte sowieso gar nicht erst zugelassen werden.
Dann stimmt auch die Prüfungsstatistik wieder.

Herr Benny Mark

04.05.2018, 15:32 Uhr

Zitat: "Der Vorsitzende (...) führt die Steigerung in erster Linie auf den größeren Anteil nicht-deutschsprachiger Bewerber zurück. Ihnen falle die Theorieprüfung schwer (...).
Schlusslicht bei den Theorieprüfungen ist Sachsen-Anhalt mit 44,9 Prozent"

Demnach ist in Sachsen der Ausländeranteil am höchsten, oder?

Es ist immer wieder schön was man aus Statistiken so alles erkennen kann ...

Herr Peer Kabus

04.05.2018, 15:39 Uhr

Klar Herr Mark,

Wenn in Sachsen-Anhalt alle dort schon länger Lebenden einen Führerschein haben:

Wieviel fallen prozentual nach Gruppen durch?

Und wie hoch ist der Ausländeranteil in Sachsen-Anhalt als Preisfrage zum Wochenende? (bitte ohne zugewanderte Deutsche)

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