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28.03.2018

11:51 Uhr

Notfallsystem

eCall wird Pflicht für alle neuen Modelle

Das Notfallsystem eCall muss künftig in allen neuen Automodellen verbaut sein. Nach einem Unfall alarmiert es automatisch den Rettungsdienst.

Alle neuen Automodelle in Europa werden ab Ende März mit dem Notfallsystem eCall ausgestattet, das nach einem Unfall automatisch die Rettungsdienste alarmiert. dpa

Notrufsystem eCall

Alle neuen Automodelle in Europa werden ab Ende März mit dem Notfallsystem eCall ausgestattet, das nach einem Unfall automatisch die Rettungsdienste alarmiert.

BrüsselAlle neuen Automodelle in Europa werden ab Ende März mit dem Notfallsystem eCall ausgestattet, das nach einem Unfall automatisch die Rettungsdienste alarmiert. Darauf hat der europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch hingewiesen. Das System ist ab 31. März in der Europäische Union (EU) Pflicht für neu zugelassene Typen.

„eCall hat das Potenzial, viele Menschenleben zu retten, indem es die Reaktionszeit der Rettungsdienste verkürzt“, erklärte Acea-Generalsekretär Erik Jonnaert. Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei könnten künftig so schnell wie möglich in der so entscheidenden Zeit unmittelbar nach einem Unfall reagieren.

Das neue System stellt nach einem Unfall automatisch eine Sprachverbindung zur nächsten Rettungsleitstelle her. Falls die Insassen nicht reagieren, können auf Grundlage von GPS-Daten direkt Rettungsdienste zum Unfallort geschickt werden. Dies soll nach Erwartung der EU-Kommission die Reaktionszeiten auf dem Land um 50 und in der Stadt um 40 Prozent verringern.

Diese Hersteller verkaufen die meisten Elektroautos weltweit

Platz 10

Obwohl der Nissan Leaf das meistverkaufte Elektroauto der Welt ist, reichen die 52.000 Verkäufe im vergangenen Jahr nur für Platz 10. Dieses Jahr kommt jedoch eine neue Auflage des Leaf auf den Markt.

Quelle: EV Sales

Platz 9

Um über 90 Prozent hat Toyota seinen Absatz an E-Fahrzeugen im letzten Jahr gesteigert. Denn auch die halbelektrischen Plug-in-Hybride werden in der offiziellen Statistik mitgezählt, und die verkauften sich im vergangenen Jahr 54.000 Mal.

Platz 8

General Motors war mit dem Chevrolet Bolt einer der ersten Hersteller mit einem Elektroauto für den Volumenmarkt. 2017 reichte der Elektroabsatz der Amerikaner für den 8. Platz im Ranking mit 54.000 verkauften Autos.

Platz 7

Chinas größter Autohersteller SAIC verbuchte im letzten Jahr einen guten Absatz von 56.000 Elektroautos – und ist damit im Heimatland keinesfalls der größte Hersteller von Elektroautos. Zuletzt kündigte Infineon an, ein Joint Venture mit den Chinesen einzugehen.

Platz 6

Auch Daimler-Aktionär Geely profitiert vom Elektroboom in China: 2017 verkaufte der Konzern 67.000 Elektroautos, unter anderem unter der neuen Marke Lynk&Co. Ob auch Daimler von der Elektrokompetenz der Chinesen profitieren kann?

Platz 5

Volkswagen sichert sich den fünften Platz im Ranking. 70.000 E-Autos verkauften die Wolfsburger letztes Jahr. Dabei bieten die Wolfsburger bislang nur den Elektro Golf und den e-Up, sowie einige Plug-in-Hybride an. Die große Elektrowelle aus Wolfsburg rollt erst an.

Platz 4

Elektro-Pionier Elon Musk landet mit Tesla nicht mal auf dem Treppchen. 101.000 Elektroautos verkaufte er im letzten Jahr, damit reicht es nur für Platz 4. Allerdings soll dieses Jahr die Produktion des Massenmodells Model 3 massiv hochgefahren werden.

Platz 3

Bronze im Elektrovergleich geht nach München. BMW hat im letzten Jahr noch einmal kräftig zugelegt und verkaufte 102.000 Autos, vor allem, weil die halbelektrischen Plug-in-Hybriden deutlich zugelegt haben. Reine Elektroautos verkaufen die Münchener unter der Marke BMWi.

Platz 2

Die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) ist in Europa weitgehend unbekannt, aber der fünftgrößte Automobilkonzern Chinas. Mit der Tochter BJEV verkaufen die Chinesen reine Elektrofahrzeuge und wollen auch Daimler bei der Elektroexpansion in China helfen. 2017 konnte BAIC den Verkauf von Elektromodellen im letzten Jahr gut verdoppeln, auf 104.000 Fahrzeuge.

Platz 1

Mit einem leichten Wachstum von 102.000 auf 114.000 verkaufte Elektroautos landet der chinesische Konzern BYD erneut auf Platz eins. Der BYDe6 ist ein Elektro-SUV, das in Asien vor allem in Taxiflotten eingesetzt wird.

Experten zufolge sinkt die Überlebenschance bei lebensgefährlich Verletzten pro Minute um zehn Prozent. Die EU-Kommission rechnet vor, dass europaweit mit eCall bis zu 2500 Menschenleben pro Jahr gerettet werden könnten. Das Europaparlament geht von bis zu 1500 aus.

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Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr herbert ax

30.03.2018, 12:28 Uhr

eCall ist fantatisch wenn man daran denkt wie schön man sich jetzt überwachen ausspionieren bespitzeln lassen kann. Technik vom Feinsten. Aber wie die anderen Absurditäten auch natüüüüürlich nur zur unserer Sicherheit. Orson Wells

Herr Christoph Sasse

02.04.2018, 16:41 Uhr

Interessant zu beobachten, wie solche Einrichtungen zur Pflicht für Autofahrer werden. Ein allgemeiner Nutzen ist unbestritten vorhanden. Ob es Bedarf für eine solche Straßennoteinrichtung gibt, kann bezweifelt werden. Die Straße ist nämlich nicht mit der hohen See zu vergleichen. Was kostet die Einrichtung und der Betrieb und wer nimmt die Einnahmen auf sein Konto? Welche Daten werden geliefert, solange kein Notfall vorliegt? Cui bono?

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