MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2019

07:55

Verkehrssicherheitsrat warnt vor Nutzung

Blitzerwarner bei Google Maps ist illegal – Nutzern drohen Bußgelder

Von: Holger Holzer
Quelle:Spotpress

Google will in Kürze einen Blitzerwarner in Google Maps integrieren. Damit wäre die Nutzung der App im Auto verboten. Es drohen saftige Strafen.

Google Maps-Blitzerwarner ist illegal – Bußgelder drohen SP-X

Vorsicht beim Rasen

Blitzerwarner wie in Google Maps sind illegal.

BonnDer Navigationsdienst Google Maps warnt künftig vor Radarfallen. Sobald jedoch die neue Blitzer-Funktion freigeschaltet ist, darf die Smartphone-App im Auto nach Ansicht des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) nicht mehr genutzt werden.

Die Funktion verstoße gegen geltendes Recht und gefährde die Verkehrssicherheit, heißt es von Seiten des Vereins, der unter anderem Kfz-Versicherer, Automobilclubs, Autohersteller und Ministerien von Bund und Ländern zu seinen Mitgliedern zählt.

Als günstige Navi-Alternative auf dem Handy wäre Google Maps in Deutschland dann nicht mehr legal im Auto einsetzbar. Der DVR bezieht sich auf Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Dieser verbiete ganz klar, technische Geräte, die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzeigten, beim Fahren zu verwenden.

Das Bußgeld für die Nutzung einer Blitzer-App beträgt 75 Euro, für das Eintippen, beispielsweise für die Suche nach einem Blitzerstandort, werden 100 Euro fällig. Wiederholungstätern droht ein Fahrverbot. Möglicherweise muss auch Google nach DVR-Einschätzung mit Bußgeldern rechnen, weil sich der IT-Konzern durch das Zurverfügungstellen der Technik an dem Vergehen beteiligt.

Google Maps ist bei Autofahrern aufgrund seiner präzisen Karten und aktuellen Verkehrsinformationen beliebt. Das Unternehmen hatte kürzlich angekündigt, dass die kostenlose App künftig auch Tempolimits sowie Positionen von Geschwindigkeitsmessgeräten anzeigt. Getestet wurde die Funktion bereits in den USA, nun soll der Rest der Welt folgen.

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Alan Koska

28.01.2019, 10:43 Uhr

Sollen sie es einem doch erstmal nachweisen.
Die Polizei in Deutschland sollte sich lieber mit anderen Sachen auseinandersetzen.

Herr Benno Ganser

28.01.2019, 11:36 Uhr

In Großbritannien gilt im Wesentlichen das gleiche - Verbot der Warnung vor Blitzern. Anbieter haben deshalb einen anderen Weg gewählt. Die Geräte warnen vor Stellen und Orten mit verstärkter Verkehrsgefährdung. Denn nur dort wird doch auch geblitzt, oder?

Herr Frank Süßmuth

28.01.2019, 12:53 Uhr

@ Herr Benno Ganser 28.01.2019, 11:36 Uhr - Das ist ein sehr sinnvoller Einsatz der vorhandenen Technik um im wesentlichen soll es ja um die vermeidung von Unfällen gehen und nicht um die Bestrafung von Autofahrern, oder sollen hier nur Gelder zur Verwendung von sonst was eingetrieben werden. Ein Narr wer arges dabei denkt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×