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28.04.2017

09:26 Uhr

E-Bike-Test: Walleräng M01

„Das SUV unter den Elektrobikes“

VonWolfgang Schäffer
Quelle:Spotpress

Walleräng, ein Name, der selbst bei Fahrradexperten fragende Blicke hervorruft. Dabei wurde der Hersteller bereits auf der Eurobike ausgezeichnet. Wir haben das schwedisches Wohlfühlrad ohne Reichweitenprobleme getestet.

E-Bike-Test: Walleräng M01 - Wohlfühlrad ohne Reichweitenprobleme SP-X/Wolfgang Schäffer

Selbst größere Einkäufe lassen sich dank der beiden Gepäckträger problemlos handhaben

Der Clou: Löst man wenige Schrauben, lassen sich die Gepäckträger abnehmen. Dann wandelt sich das Walleräng vom City- zum schlanken Tourenrad.

Es ist zunächst einmal die Geometrie des Rahmens, die bei diesem Fahrrad ins Auge fällt. Das ansteigende Oberrohr bildet, ähnlich wie bei einem Mountainbike, quasi die Verlängerung der oberen Strebe zum Hinterrad. Die Verbindungen zwischen Steuer- und Sitzrohr sind auffallend voluminös ausgeführt. Das macht einen soliden und stabilen Eindruck.

Und so fährt sich das Walleräng M01 auch. Ob auf glattem Asphalt oder holprigen Waldwegen, das samt Akku knapp 25 Kilogramm schwere E-Bike überzeugt mit gutem Handling. Das darauf ausgelegte Rahmengebilde ist ein weiterer Grund dafür, dass die 3,2 Kilogramm schwere Antriebseinheit mit Tretlager und Motor ebenso tief liegt wie die am Unterrohr befestigte Lithium-Ionen-Batterie (2,6 Kilogramm).

Schwerpunkt möglichst weit unten bedeutet leichteres und direktes Lenken. Doch nicht nur das. Ist das M01 wie in diesem Fall in der „x“-Version zum Preis von dann 3.700 Euro auch noch mit einer Federgabel von Rock Shox mit einem Federweg von 8 Zentimetern ausgestattet, werden selbst größere Unebenheiten auf dem Untergrund so geschluckt, dass der Lenker noch einigermaßen ruhig und fest in den Händen liegt.

Die Federung lässt sich übrigens mit einem schnellen Handgriff aktivieren oder deaktivieren, der Fahrkomfort sich damit an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen. Zu diesem Komfort tragen zudem die 27,5-Zoll-Schwalbe-Reifen bei, die nicht nur auf Asphalt gut abrollen. Für eine gute Verzögerung aus allen Tempobereichen sorgen hydraulische Scheibenbremsen (Shimano).

Um die elektrische Unterstützung an die Anforderungen der Strecke anzupassen, kann zwischen drei unterschiedlichen Modi - Eco, Normal und High - gewählt werden. Der Schalter dazu liegt griffgünstig vor dem Daumen der linken Hand, während auf der rechten Seite das Wechseln der Gänge der elektronischen Achtgang-Schaltung (Shimano Alfine Di2) auf Knopfdruck auch manuell erledigt werden kann.

Arbeitet das Schaltwerk automatisch, dann hat der kraftvolle Tritt aufs Pedal ein direktes Hochschalten auf einen „dicken“ Gang zur Folge. Wenn das am Berg passiert, ist das eher unangenehm und muss mit mehr Power des E-Antriebs kompensiert werden. Da kann dann schon ein wenig unnötige Unruhe beim Radeln aufkommen. Das richtige Gefühl für den passenden Druck beim Treten entwickelt sich aber nach ein paar Tagen.

Ganz gelassen indessen lässt sich vom ersten Moment an die Ausfahrt angehen, wenn's um die Reichweite geht. Die vom schwedischen Hersteller versprochenen 100 Kilometer sind allemal drin. Auch dann, wenn für starke Steigungen oder den sportlichen Zwischenspurt statt des Modus Normal immer mal wieder die volle Energie mit dem Level High abgerufen wird.

Wer sich dauerhaft mit der geringsten Unterstützung (Eco) begnügt, der sollte auch 140 bis 150 Kilometer schaffen, ohne dass der Akku schlapp macht. Auf dem Display des Fahrradcomputers kann jederzeit abgelesen werden, wie weit die Energie für eine Unterstützung in den einzelnen Modi noch reicht.

So lässt sich kurz vor der Ankunft am Ziel noch einmal kraftvoll Power geben, wenn noch ausreichend Stromreserve angezeigt wird. Ist die Batterie (418 Wattstunden, 36 Volt, 11,6 Amperestunden) aber tatsächlich leer, dauert es um die vier Stunden an der Haushaltssteckdose, bis der Energiespeicher wieder vollgeladen ist.

Für das Beladen bietet Walleräng ein modulares System mit Gepäckträgern vorne und hinten an. Beide sind mit jeweils vier Schrauben befestigt, so dass eine Montage oder auch Demontage mit wenigen Handgriffen möglich ist. Kleiner Wermutstropfen: Da die Halterungen fürs Gepäck in Rahmenfarbe lackiert sind, könnten sie bei häufiger Benutzung schnell unansehnlich werden.

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Kommentare (4)

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Rainer von Horn

28.04.2017, 09:50 Uhr

Das ist die Zukunft der Mobilität. Emissionsarm, genügsam in der Unterhaltung und Wartung und auch noch geländegängig. Wer braucht da noch ein Diesel-SUV? Die Drahtesel sollten gesetzlich vorgeschrieben und Verbrenner-PkW gesetzlich verboten werden. Aber bitte auch für Politiker.

Frau Lana Ebsel

28.04.2017, 10:19 Uhr

@Rainer von Horn "Die Drahtesel sollten gesetzlich vorgeschrieben und Verbrenner-PkW gesetzlich verboten werden."
Da diese Elektroräder wertvollen Ökostrom verbrauchen, fordere ich, dass gesetzlich vorgeschrieben wird, dass man sich nur noch barfuß fortbewegen darf. Auch die Aufnahme von Essen sollte staatlich geregelt werden, damit der Weltuntergang um 5 Jahre verzögert werden kann.

Rainer von Horn

28.04.2017, 10:46 Uhr

@ Lana Ebsel
"Auch die Aufnahme von Essen sollte staatlich geregelt werden, damit der Weltuntergang um 5 Jahre verzögert werden kann."

Zu spät! Der CO2-Ausstoss ist laut Bundesumweltamt in D im letzten Jahr wieder gestiegen. Hauptgrund war die Zuwanderund, denn die neu angeheuerten hochmotivierten Fachkräfte wollen nun auch Auto fahren und mit Heizoel tanken und das treiben wir denen auch nicht mehr aus, denn die werden ja schon rabiat, wenn die in der Bahn kontrolliert werden.....

https://www.welt.de/regionales/nrw/article164066231/Jugendliche-Schwarzfahrer-treten-auf-Kontrolleur-ein.html

Wir müssen und trotz der aktuellen Schaftskälte auf die alsbaldige Klimahölle einstellen. :)

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