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Ozan Demircan ist Auslandskorrespondent und hat deutsche und türkische Wurzeln.

Ozan Demircan

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  • Auslandskorrespondent

Die Türkei macht seit mehr als fünf Jahren mit Skandalen, Terroranschlägen und einer immer autoritäreren Politik Schlagzeilen in Europa. Warum sollte man in so einer Zeit dort als Korrespondent arbeiten, während Kolleginnen und Kollegen unter fadenscheinigen Terrorvorwürfen ins Gefängnis gesperrt werden?

Ich finde, dass Journalisten genau aus diesem Grund das Land nicht ignorieren dürfen. Deshalb habe ich mich im Frühjahr 2017 entschieden, meinen Korrespondentenposten im beschaulichen Zürich aufzugeben und in die Mega-Metropole Istanbul zu ziehen.

Ich habe das nicht bereut: Die Stadt am Bosporus fasziniert mich jeden Tag auf's Neue, und hier kann man als Korrespondent über alles schreiben, weil jeden Tag etwas Neues passiert: Von Innenpolitik über Außenpolitik, Verteidigungspolitik, Menschenrechte, die deutsche Wirtschaft in der Türkei bis hin zur türkischen Lira, Immobilien und natürlich investigative Recherchen über unlautere Geschäfte türkischer Unternehmen.

Das Rüstzeug für diese Arbeit hat mir die Kölner Journalistenschule gegeben, die ich bis 2012 besucht habe. Gleichzeitig habe ich Volkswirtschaft an der Universität zu Köln studiert – nur recherchieren und schreiben können reicht ja auch nicht. Meine Abschlussarbeit habe ich darüber geschrieben, worauf Journalisten achten müssen, wenn sie mit Studien, Statistiken und Meinungsumfragen konfrontiert werden.

Seit August 2012 bin ich Redakteur beim Handelsblatt und habe zunächst zwei Jahre lang über die Versicherungsbranche geschrieben. Am spannendsten war die Aufarbeitung der Affäre um die Debeka-Versicherung mit meinem Kollegen Sönke Iwersen. Nie vergessen werde ich meinen Besuch beim Ex-Versicherungsmakler Mehmet Göker in der Türkei.

Als Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters fühle ich mich in meiner Heimatstadt Köln genauso wohl wie in Istanbul. Ich liebe den Karneval ebenso wie einen Besuch im ältesten Hamam Istanbuls „Cemberlitas“. Mein Tipp: ein Ausflug mit der Fähre auf die Prinzeninseln südlich vor Istanbul, auf denen keine Autos erlaubt sind.

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