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04.11.2021

12:22

Ranking

Besser als die Benchmark: Das sind Deutschlands renommierteste Fondsmanager

Von: Heinz-Peter Arndt

Das Handelsblatt Research Institute hat erneut Deutschlands renommierteste Fondsmanager ermittelt. 32 Profis in drei Kategorien konnten sich durchsetzen.

Nachhaltigkeit gewinnt an Gewicht. Reuters

Börsenhändler

Nachhaltigkeit gewinnt an Gewicht.

Köln Der Coronaabsturz im Spätwinter 2020 war jäh und kurz, doch bei der folgenden Aufholjagd an den internationalen Börsen wurde es spannend: Immer wieder sorgten Rückschläge in der Virusbekämpfung oder aufkommende Inflationsängste für Rücksetzer.

In dieser Phase konnten aktive Fondsmanager mit gezielten Depotanpassungen die Performance der Märkte und ETF-Indexfonds übertreffen. Eine Analyse des Handelsblatt Research Institute (HRI) liefert Hinweise, wem dies gelang.

In einem mehrstufigen Prozess haben die HRI-Experten zum zweiten Mal nach 2020 die renommiertesten Fondsmanager Deutschlands in den Kategorien „Aktien Deutschland“, „Aktien Europa“ und „Aktien Nachhaltigkeit“ ermittelt.

Als Grundbedingung galt für alle: Sie mussten schon eine Top-50-Platzierung für die vergangenen zwölf Monate (per Ende August) bei der Performance-Wertung der Ratingagentur Scope in ihrem Segment mitbringen. Zudem fragte das HRI rund 1400 deutsche Fondsmanager, welche Kollegin oder welcher Kollege im jeweiligen Segment besonders positiv auffällt.

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    Auch zählten Beurteilungen der Ratingagenturen: Bei Citywire, Scope oder Morningstar mussten die Fonds oder ihre Manager positiv erwähnt werden. „Aus der Gewichtung der Nennungen der Umfrage, der Wertentwicklung und der Datenbankrecherche setzen sich die finalen Listen zusammen“, erklärt Simon Brauer, Senior Researcher beim HRI.

    Methodik

    Kategorien

    Das Handelsblatt Research Institute kürte die renommiertesten deutschen Fondsmanager in den Kategorien „Aktien Deutschland“, „Aktien Europa“ und „Aktien Nachhaltigkeit“.

    Kriterien

    Gewinner weisen eine Top-50-Platzierung bei der Performance auf, haben gute Bewertungen bei Citywire oder Morningstar und wurden positiv von Branchenkollegen erwähnt.

    Ausgezeichnet wurden ausschließlich deutsche Fondsmanager und Fonds, die in Deutschland von Privatanlegern handelbar sind. 32 Fondsmanagern, die 26 Fonds betreuen, gelang in diesem Jahr eine Topbewertung. Wie 2020 waren die deutschen Fondsexperten mit 16 Fonds und 21 Managern bei „Aktien Deutschland“ besonders stark – aus zwei Gründen: Die Konkurrenz ist hier etwas weniger stark als etwa bei europäischen Aktien. Vor allem aber nutzen die deutschen Manager die kurzen Wege zu den Unternehmen und halten engen Kontakt.

    „Das intensive Research und der direkte Kontakt zum Management zahlen sich vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen aus“, sagt Björn Glück, Portfoliomanager der Frankfurter Fondsboutique Lupus alpha. Er managt den „Lupus alpha Smaller German Champions“ seit 2013 und verteidigte seine Auszeichnung aus dem Jahr 2020.

    Auch Christoph Gebert und Hendrik Leber setzen beim „Acatis Champions Select“ vorrangig auf Werte aus dem SDax und MDax. Andreas Strobl von der Berenberg Bank wurde als Einziger gleich zweifach ausgezeichnet: Für den Nebenwertefonds „Berenberg Aktien Mittelstand“ und den „Berenberg Aktien-Strategie Deutschland“, der vor allem in Bluechips aus dem Dax wie Linde oder SAP investiert. „Es zeigt sich: Mit gezielter Titelauswahl ist es im Large-Cap-Segment möglich, die Benchmark zu übertreffen“, ist Strobl überzeugt.

    Auch Matthias Born, Investmentchef bei Berenberg, verteidigte seine Auszeichnung aus dem Vorjahr. Mit seinem „European Focus Fund“ war er einer von sechs ausgezeichneten Fondsmanagern mit Schwerpunkt Europa. Born konzentriert sich auf Wachstumsfirmen vor allem in den Sektoren Technologie, Gesundheit und Konsum; die gängigen Schwergewichte sind unterdurchschnittlich vertreten. Die meisten der anderen Ausgezeichneten erzielten ihre überdurchschnittliche Performance ebenfalls vor allem mit europäischen Technologiewerten, die den breiten Markt teilweise deutlich übertrafen.

    Grafik

    Während die Zahl der Deutschland- und Europafonds zuletzt fast konstant geblieben ist, wuchs der Sektor der nachhaltigen Fonds stark. „Zahlreiche nationale und internationale Fondsgesellschaften haben neue Produkte mit einem Nachhaltigkeitsschwerpunkt aufgelegt“, sagt HRI-Experte Brauer.

    Fünf deutsche Fondsmanager konnten in der breiten internationalen Konkurrenz besonders positiv auffallen. Dazu gehört neben dem „DWS Invest ESG Climate Tech“ mit dem Experten Tim Bachmann und dem „CS Environmental Impact“ von Holger Frey auch der „Squad Green – Balance“ von Stephan Hornung und Johannes Köpple.

    Während diese beiden mit einem Fondsvolumen von rund 50 Millionen Euro sehr flexibel sind, hat Henning Padberg mit seinem Co-Fondsmanager Thomas Sorensen da schon größere Probleme. Sie müssen in verschiedenen Fondstranchen rund zehn Milliarden Euro Anlagegelder gewinnbringend platzieren. Gleichwohl ist ihnen das zuletzt hervorragend gelungen, was Padberg seinen Platz unter den Top-Fondsmanagern sichert.

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