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08.06.2018

18:22

Insolventer Containerriese

Hilflos vor der Milliardenpleite – Wie die Behörden bei P&R wegsahen

Von: Gertrud Hussla, Lars-Marten Nagel

Auf eine Anfrage zur Pleite von P&R gibt das Finanzministerium nur dürftige Antworten. Aufseher hätten ihre Pflicht erfüllt. Das sehen Volksvertreter anders.

P&R: Was Anleger über die Forderungsanmeldung wissen müssen dpa

Container im Hamburger Hafen

„Die Prospekte der P&R Transport- Container GmbH, die von der Bafin gebilligt wurden, halten die gesetzlichen Vorgaben ein“, heißt es von der Regierung.

Düsseldorf, Berlin Sechs Wochen lang musste der Bundestagsabgeordnete auf eine Antwort des Finanzministeriums warten. So lange wie selten zuvor. Zum größten Anlegerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik, der Pleite des Containerriesen P&R, wollte der Grünen-Volksvertreter Gerhard Schick Genaueres erfahren.

In seiner 49 Fragen zählenden Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen drehten sich zehn Fragen allein um den Komplex: Was hätte die Bundesregierung im Vorfeld des P&R-Zusammenbruchs sehen können und wissen müssen? Und hatte die Wertpapieraufsicht Bafin hier ihre Hausaufgaben gemacht?

Anlegerskandal um Investmentfirma: Container vor Vertragsabschluss verschrottet – Wie P&R Anleger in die Irre führte

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3,5 Milliarden Euro haben Anleger dem Containerfinanzierer anvertraut. Viele glaubten, mit ihrem Geld neue Frachtcontainer zu erwerben. Doch weit gefehlt.

Endlich, am vergangenen Dienstag, hatte der auf Kapitalmärkte und Verbraucherfragen spezialisierte Schick dann die Antworten in der Hand. Doch die Auskünfte findet er durchweg enttäuschend: „Da wird versucht, die Hände in Unschuld zu waschen.“

Die P&R-Gruppe hatte 40 Jahre lang Container als Direktinvestments an Privatanleger verkauft, die Container von den Investoren zurückgeleast und regelmäßig feste Mieten dafür gezahlt. Nach der Finanz- und Schifffahrtskrise kippte das System.

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