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05.09.2010

10:00

Emissionszertifikate

Das Milliardengeschäft mit dem Abgashandel

Von: Martin Gerth
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Der 2005 gestartete Handel mit europäischen Emissionszertifikaten hat sich zu einem Milliardengeschäft entwickelt. Spekulanten, Energiekonzerne und Kriminelle bereichern sich hemmungslos an CO2-Zertifikaten und Ökoenergie – die Leidtragenden sind Stromkunden und Steuerzahler.

Der rasant wachsende Handel mit CO2-Zertifikaten ist geprägt von Spekulation, Mitnahmeeffekten und kriminellen Machenschaften. Quelle: dpa

Der rasant wachsende Handel mit CO2-Zertifikaten ist geprägt von Spekulation, Mitnahmeeffekten und kriminellen Machenschaften.

Amsterdam, ein heißer Abend im August: Marcel Melis sitzt im neunten Stock des World Trade Center und redet am Telefon auf einen Investor ein. Der 42-jährige Niederländer, Chef des Hedgefonds Energy Capital Management, spekuliert mit Strom und mit CO2-Zertifikaten, die ihren Besitzern das Recht geben, das Treibhausgas Kohlendioxid in die Atmosphäre zu blasen. Die Preise dieser Emissionsrechte sind nach oben geschossen: UN-Kontrolleure haben gerade verkündet, sie wollten für umstrittene Klimaschutzprojekte vorerst keine CO2-Zertifikate mehr vergeben.

Melis arbeitet an seinem Comeback. Im Krisenjahr 2008, als die Börsen weltweit crashten, hatte sein Fonds MMT Energy 24 Prozent gewonnen. Investoren vertrauten ihm 100 Millionen Euro an. Ende 2009 aber war die Party vorbei, Melis stand in den Miesen. Investoren zogen Gelder ab, Melis musste den Fonds im Mai schließen. Er bleibt dennoch optimistisch: "Im Strom- und Emissionshandel finden sich noch genügend Ineffizienzen, die Hedgefonds für sich nutzen können."

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Kommentare (4)

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Leertasche

06.09.2010, 10:34 Uhr

..."Spekulanten und Kriminelle..."
Der erste Schritt ist getan!
Es wird eben in dieser Sache Zeit, beide in einem Atemzug zu nennen!
Hoch lebe Europa! Hoch lebe der europäisch einheitliche Energiepreis für Strom, Öl und Kraftstoffe für industrie und Einzelabnehmer!

Öko-Freund

06.09.2010, 10:59 Uhr

Ein absolut polemischer und unsachlicher Artikel. Der Autor greift lediglich Vorurteile von Sachunkundigen auf. Wer einen solchen Artikel schreibt, hat das System des Emissionshandels offenbar nicht verstanden und sollte lieber über etwas schreiben, womit er sich auskennt. Dieser Artikel ist unter der Würde und dem Nieveau des Handelsblattes. Schade, dass der Autor eine ausgewogenen Darstellung nicht leisten kann.

Monaco

07.09.2010, 13:12 Uhr

Es ist zu begruessen, dass endlich das Thema angepackt wurde, deshalb meine Hochachtung.

Jetzt muss nur noch Licht in die anderen dunklen Seiten gebracht werden um die Massen aufzuklaeren.
Wie z.b. in Australien und schon wechselt die Politikerelite! in Europa wird es auch bald Licht werden!

Oeko-Freund scheint ein Politiker zu sein da er keine begruendungen gibt und polemisiert!

Herr Ermecke benennt wenigsten die physikalischen Grundlagen (Waermestrahlung/ boltzmann Konstante/ Planck) - ihr Einsatz ist sehr zu begruessen!
Sie erinnern mich an Richard Dawkins und seine Aufklaerungsarbeit bezueglich der Religionen!
Meine Stimme haben Sie.

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