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03.01.2019

11:49

Anlegen 2019 – Kreditzinsen

So schützen sich Verbraucher vor Verschuldung

Von: Frank Matthias Drost

Vor großen Festen verschulden sich viele über ihren Dispokredit, um Geschenke zu kaufen. Dabei entstehen hohe Zinsen, die sich einfach vermeiden lassen.

Viele Verbraucher verschulden sich über die Weihnachtszeit. dpa

Euro-Banknoten und Münzen

Viele Verbraucher verschulden sich über die Weihnachtszeit.

BerlinNach den Weihnachtstagen folgt für viele der ernüchternde Realitätscheck: Wer sich Geld geliehen oder verschuldet hat, um Geschenke zu kaufen, muss dafür oft hohe Dispo- oder Überziehungszinsen zahlen. Nach einer repräsentativen Umfrage des Finanzdienstleisters Intrum müssen fast ein Drittel der Verbraucher mit Kindern unter 18 Jahren in der Weihnachtszeit auf ihren Dispo oder Kredite zurückgreifen.

Um nicht in die Verschuldungsfalle zu tappen, sollte man nur in Ausnahmesituationen seinen Dispokredit einsetzen. Denn selbst günstige Banken berechnen für einen Kredit in Höhe des Dispolimits häufig sechs Prozent. Auch Forderungen in zweistelliger Höhe sind keine Seltenheit – trotz der nach wie vor glänzenden Refinanzierungsbedingungen der Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB).

Der Großteil der Banken unterscheidet dabei zwischen Dispozinsen und Überziehungszinsen. Letztere werden dann fällig, wenn der Disporahmen ausgeschöpft ist. Bei einigen Banken liegen mehrere Prozentpunkte zwischen dem Dispo- und Überziehungszins. Nimmt die Bank Überziehungszinsen, kann das für den Verbraucher richtig teuer werden.

Ob die Überziehung des Kontos genehmigt ist oder nicht – Dispokredite sind in der Regel die Kredite, für die der Verbraucher am tiefsten in die Tasche greifen muss. Wenn nicht nur vorübergehend ein Loch mit Hilfe des Dispos gestopft werden muss, sollte der Verbraucher über Ratenkredite nachdenken.

Das Verbraucher-Portal Biallo.de hat kürzlich einen Ratenkredit-Index für Darlehen mit dreijähriger Laufzeit veröffentlicht. Danach ist der durchschnittliche effektive Jahreszins im Dezember im Vergleich zum Vormonat leicht auf 5,27 Prozent gesunken.

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Die Immobilienpreise steigen und mit ihnen häufen sich die Warnungen der Ökonomen. Schon die Erfahrung zeigt: Das muss nichts heißen.

Die Nullzinspolitik der EZB ist zwar Gift für die Sparer, doch Kreditsuchende können sich derzeit günstige Konditionen sichern. Und wie es aussieht, werden diese günstigen Umstände für Menschen, die Kredite aufnehmen wollen, noch eine Weile anhalten. Die meisten Experten rechnen erst Ende 2019 oder Anfang 2020 mit einer Zinsanhebung durch die EZB.

Ein paar Tipps sollten Kreditsuchende jedoch beherzigen: In der Regel kostet der Kredit bei ein und derselben Bank in der Filiale mehr, als wenn man ihn online abschließt. Kreditnehmer mit höchster Bonität können Kredite für effektiv unter zwei Prozent erhalten, wenn sie sie zum Beispiel bei einer Kreditsumme von 10.000 Euro und einer Laufzeit von vier Jahren bei der Deutschen Skatbank, der Sberbank, der Bank of Scotland, Santander oder Creditplus abschließen.

Besser kalkulieren können Verbraucher, die bonitätsunabhängige Kreditzinsen wählen. Auch diese Banken holen natürlich eine Schufa-Auskunft über den Kreditsuchenden ein, um die Wahrscheinlichkeit abzuschätzen, ob er den Kredit bedienen kann.

Doch in der Regel gilt der Einheitszinssatz meist für alle Laufzeiten und Kreditsummen. Zu den Banken, die bonitätsunabhängige Zinsen von unter vier Prozent anbieten gehören beispielsweise die PSD Bank Köln, die Ethikbank, DKB, Moneyou, Comdirect, Netbank und ING.

Da die Banken ihre Angebote häufig ändern, sollten sich die Verbraucher im Bedarfsfall selbst auf die Suche nach günstigen Ratenkrediten machen. Vergleichsportale wie Check24, Finanzcheck.de oder Smava bieten eine gute Orientierung.
Wer bereits tiefer im Dispo steckt, sollte anfangen darüber nachzudenken, seinen Dispo umzuschulden. Denn auch durch cleveres Umschulden kann Geld gespart und der Schuldenfalle ein Schnippchen geschlagen werden. Nach Einschätzung des Kreditvergleichsportals Smava nutzt jeder Dritte seinen Dispo bis zu einem Jahr.

Anlegen 2019 – Bisher erschienene Serienteile

Zum Jahreswechsel gibt die Handelsblatt-Redaktion einen Ein- und Ausblick zu verschiedenen Anlageklassen und Geldanlagemöglichkeiten. Die Serie hat 16 Teile und läuft bis Anfang Januar 2019. Jeweils im Tagesverlauf geht eine weitere Folge online.

Teil 3: Gold

Teil 4: Aktien Europa

Teil 7: Öl

Teil 9: Devisen

Teil 10: Aktien USA

Teil 12: Anlegerfehler

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