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07.09.2022

10:19

Banken

Bafin befragt Banken zu WhatsApp-Nutzung ihrer Mitarbeiter

Der geschäftliche Schriftverkehr muss auf Grund von Compliance-Regeln archiviert werden. Chatverläufe werden in der Regel nicht archiviert und können einfach gelöscht werden.

Die Bafin überprüft inwiefern Bankmitarbeiter den Chat-Dienst für geschäftliche Zwecke nutzen. Reuters

WhatsApp

Die Bafin überprüft inwiefern Bankmitarbeiter den Chat-Dienst für geschäftliche Zwecke nutzen.

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat mehrere heimische Banken dazu befragt, inwieweit Mitarbeiter private Kommunikationsmittel wie etwa WhatsApp für geschäftliche Zwecke nutzen. Das erfuhr Bloomberg News von mehreren informierten Personen. Die Behörde will sich demnach eine erste Übersicht zu der Thematik verschaffen.

Bislang bekannt war nach einem früheren Bericht von Bloomberg, dass sich die Bafin die Verwendung privater Chat-Dienste bei der Deutsche Bank AG anschaut. Doch offenbar geht das Einholen von Informationen durch die Behörde über die größte Bank des Landes hinaus.

Auch in den USA, wo mehrere Großbanken betroffen sind, laufen Untersuchungen der dortigen Regulierer zur WhatsApp-Nutzung. Ein Sprecher der Bafin wollte auf Anfrage von Bloomberg keinen Kommentar zu den Informationen abgeben.

Aufseher stören sich daran, dass es bei der Benutzung von WhatsApp, Signal und ähnlichen Diensten passieren kann, dass die Banken keinen Zugriff auf die geschäftliche Kommunikation haben und diese zudem von Mitarbeitern gelöscht werden kann. Unter Umständen muss Schriftverkehr auf Grund von Compliance-Regeln archiviert werden.

Die DekaBank hatte erst in der vergangenen Woche ihre Mitarbeiter in einem Rundschreiben, welches Bloomberg vorliegt, daran erinnert, dass die Nutzung privater Nachrichtendienste im Rahmen der geschäftlichen Kommunikation unbedingt unterbleiben müsse. Ein Sprecher der Sparkassen-Tochter bestätigte die Existenz des Schreibens.

Von

Bloo

/ Stephan Kahl und Nicholas Comfort

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