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05.12.2022

12:59

Banken

Bericht über weitere saudische Investition schiebt Aktien der Credit Suisse erneut an

Einem Medienbericht zufolge will der saudische Kronprinz bin Salman 500 Millionen Dollar in die Investmentbank stecken. Derweil nimmt die Bank fünf Milliarden Dollar via Anleihen ein.

Den Finanzierungsplan für das Jahr 2023 will die Bank am 9. Februar zusammen mit den Ergebnissen des vierten Quartals veröffentlichen. Reuters

Credit Suisse

Den Finanzierungsplan für das Jahr 2023 will die Bank am 9. Februar zusammen mit den Ergebnissen des vierten Quartals veröffentlichen.

Zürich Die Aktien der Schweizer Großbank Credit Suisse sind im frühen Montagshandel um über sieben Prozent gestiegen. Damit baut die Großbank die Kursgewinne vom Freitag aus, an dem sie eine 13-tägige Rekordverlustserie beendet hatte.

Auslöser ist ein Bericht des „Wall Street Journals“ zu den Investitionsplänen des saudi-arabischen Kronprinzes Mohammed bin Salman. Demnach will bin Salman rund 500 Millionen Dollar als Ankerinvestor in die Investmentbank der Credit Suisse investieren. Diese soll demnächst unter der Marke First Boston ausgegliedert werden. Dem Bericht zufolge könnte auch die Atlas Merchant Capital des ehemaligen Barclays-Chefs Bob Diamond dabei sein.

Die größte saudische Bank SNB, die zu 37 Prozent dem Staatsfonds des Königreichs gehört, ist bereits ein wichtiger Teilnehmer der laufenden Kapitalerhöhung der Credit Suisse im Umfang von vier Milliarden Franken. Der Saudi National Bank wird am Ende 9,9 Prozent des Instituts gehören.

Am Freitag hatte Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann eine Kurswende bei den Anteilsscheinen ausgelöst, als er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte, dass sich die Liquiditätssituation der Bank verbessert habe und die enormen Abflüsse von Kundenvermögen eingedämmt worden seien.

Die Rückgänge der vergangenen Wochen hatten die Aktien in die Nähe des Preises von 2,52 Franken gebracht, zu dem die Credit Suisse den Aktionären Bezugsrechte im Rahmen der Kapitalerhöhung anbietet. Der Handel mit den jungen Aktien beginnt am 9. Dezember. Das frische Geld wird für die Restrukturierung der Bank gebraucht, die auch tausende Stellenstreichungen vorsieht.

Fünf Milliarden via Anleihen

Credit Suisse teilte ebenfalls am Montag mit, dass sie auf Stufe Holding die Mittelaufnahme über Anleihen für das laufende Jahr abschloss. Seit der Bekanntgabe der neuen Strategie am 27. Oktober seien sogenannte HoldCo-Emissionen im Gegenwert von rund fünf Milliarden Dollar platziert worden.

Den Finanzierungsplan für 2023 will die Bank am 9. Februar zusammen mit den Ergebnissen des vierten Quartals veröffentlichen.

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