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28.09.2022

00:18

Banken

Milliardenstrafe für Finanzfirmen wegen Kommunikation über Messenger-Dienste – Deutsche Bank betroffen

Die Kommunikation von Bankmitarbeitern über WhatsApp stellt für die Börsenaufsicht einen Regelverstoß dar. Die Institute müssen jeweils mehrere Millionen Dollar zahlen.

Die US-Großbanken wurden von der SEC mit einer Milliardenstrafe belegt. AP

Banken

Die US-Großbanken wurden von der SEC mit einer Milliardenstrafe belegt.

New York US-Regulierer verhängen Strafen gegen insgesamt 16 Wall-Street-Institute. Sie sollen wegen Mängeln bei der elektronischen Kommunikation zusammen eine Geldbuße von mehr als zwei Milliarden Dollar zahlen, wie die US-Börsenaufsicht SEC und die Derivateaufsicht CFTC am Dienstagabend mitteilten.

Betroffen seien unter anderen die Deutsche Bank, Credit Suisse, UBS, Barclays, Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Nomura Securities International und Jeffries. Die Banken zahlten jeweils Strafen zwischen zehn und 125 Millionen Dollar. Für die meisten Großbanken lag die Strafe bei je 200 Millionen Dollar. Das gilt auch für die Deutsche Bank.

Mitarbeiter der Finanzinstitute hatten sich über Messenger-Apps zu geschäftlichen Angelegenheiten ausgetauscht. Die US-Behörden sahen darin einen schwerwiegenden Regelverstoß, da die Unternehmen die Kommunikation in den verschlüsselten Diensten nicht wie vorgeschrieben archivieren konnten. SEC-Chef Gary Gensler kritisierte, dass die Finanzfirmen dadurch das Vertrauen des Marktes beschädigt hätten. Bereits Ende vergangenen Jahres wurden gegen die Großbank JPMorgan nach den Ermittlungen Strafen von insgesamt 200 Millionen Dollar verhängt.

„Die Deutsche Bank hat bei diesem branchenweiten Thema vollumfänglich mit den Aufsichtsbehörden kooperiert“, betonte ein Sprecher in New York. Das Institut, das schon seit Jahren immer wieder Ärger mit den US-Aufsichtsbehörden hat, habe zudem bereits „neue technische Lösungen für Text- und Chatnachrichten eingeführt, die gut bedienbar sind und im Einklang mit den rechtlichen Anforderungen stehen.“

Dabei geht es um Programme, die Whatsapp-Nachrichten und die ähnlicher Messenger-Dienste auf Dienst-Geräten archivieren. Auch andere Banken haben solche Lösungen auf Druck der SEC eingeführt.

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