Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

10.08.2022

13:59

Banken

Senkung von Gas- und Stromverbrauch: Deutsche Bank und Sparkassen passen sich der Energiekrise an

Die Sparkassen wollen ihren Gasverbrauch um 25 Prozent senken. Die Deutsche Bank will jährlich fünf Millionen Kilowattstunden Strom einsparen und denkt über reduzierte Büroflächen nach.

Beide Bankinstitute wollen ihren Energieverbrauch senken. Reuters

Logo der Deutschen Bank und der Sparkasse

Beide Bankinstitute wollen ihren Energieverbrauch senken.

Die deutschen Sparkassen sollen ihren Gasverbrauch um bis zu 25 Prozent senken. Das hat Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), in einem Brief an die Vorstände im Sektor gefordert. Erst am Dienstag hatte auch die Deutsche Bank AG umfangreiche Anpassungen an die Energiekrise im Land beschlossen.

Entscheidend ist, „dass wir mit allem Ernst und mit allem Nachdruck den Gasverbrauch so schnell wie möglich um mindestens 20 Prozent, besser um 25 Prozent, senken“, erklärte Schleweis in dem Schreiben aus der vergangenen Woche, das Bloomberg vorliegt. Ein DSGV-Sprecher bestätigte die Inhalte auf Anfrage.

Ohne eine Reduktion der Raumtemperatur auf höchstens 19 Grad Celsius und ohne die Abschaltung von Warmwasser, wo und wann immer möglich, seien die Sparziele kurzfristig nicht erreichbar, schrieb Schleweis weiter. Mittelfristig würden die energetische Sanierung und Umstellung auf neue Energieformen höchste Priorität haben müssen.

In einem separaten Rundschreiben, das über die Regionalverbände an die Sparkassen gegangen ist, werden Gas-Sparmaßnahmen einzelner Sparkassen hervorgehoben: Absenkung der Raumtemperatur durch Thermostate, Abschaltung der Warmwasserversorgung in Handwaschbecken und Zusammenführung von Standorten als Interimslösung.

Die Deutsche Bank drosselt derweil die Klimaanlagen in den deutschen Büros und erhöht die Höchsttemperatur in den Sommermonaten dabei von 23 Grad auf 25 Grad Celsius, wie es am Dienstag in einer Mitteilung hieß. In den Toiletten wird es nur noch kaltes Wasser geben, und der Springbrunnen vor dem Frankfurter Hauptsitz wird abgeschaltet.

Die am Dienstag angekündigten Maßnahmen sowie die Entscheidung, die Beleuchtung nachts auszuschalten oder zu reduzieren, werden nach Angaben der Bank fast fünf Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr einsparen. Das entspricht dem Verbrauch von 1.600 Zwei-Personen-Haushalten.

Die Deutsche Bank kündigte an, dass in Abhängigkeit von den Entscheidungen der Bundesregierung auch Schritte zur Reduzierung des Gasverbrauchs folgen werden. Eine weitere Senkung des Energieverbrauchs der Deutschen Bank ergibt sich aus ihrem Vorhaben, Büroflächen zu reduzieren. Die Bank erklärte, dass sie zwischen 2021 und Ende 2024 in Frankfurt und dem benachbarten Eschborn 40 Prozent ihrer Flächen abgeben will.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×