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25.11.2010

14:44

Bausparkassen

Schwäbisch Hall lässt die Konkurrenz kommen

Von: Christoph Sandt , Martin Buchenau

Schwäbisch Hall will den Vertrieb kräftig ausbauen. Die Bausparkasse ist bereits in Osteuropa und China aktiv - nun will sie auch in Russland Fuß fassen. Die Konkurrenz versucht derweil, durch aggressive Zukäufe aufzuschließen.

Vorstandschef Matthias Metz möchte das Auslandsgeschäft kräftig ausbauen. dpa

Vorstandschef Matthias Metz möchte das Auslandsgeschäft kräftig ausbauen.

SCHWÄBISCH HALL. Es war nur ein Zufall, dass die genossenschaftliche Bausparkasse sich nach dem Krieg in der schwäbischen Provinz ansiedelte. Das kleine Städtchen Schwäbisch Hall hatte 1947 noch unversehrte Büroflächen zu bieten - ganz im Gegensatz zu Berlin. In den 50er-Jahren entschloss sich die Bausparkasse, auch den Namen der Provinzstadt anzunehmen. Inzwischen ist Schwäbisch Hall die größte Bausparkasse Deutschlands. Doch die Konkurrenz schließt auf. Vorstandschef Matthias Metz versucht nun zu kontern.

"Das Neugeschäft liegt aktuell bei einem Plus von zwölf Prozent, und wir erwarten noch einiges von den knapp sechs Wochen bis Jahresende", sagte Metz dem Handelsblatt. Die Branche legte im Bruttoneugeschäft, also mit allen verkauften Verträgen, dagegen nur um knapp zehn Prozent zu. Den Marktanteil vergrößerte der Branchenprimus um einen halben Prozentpunkt auf 28,5 Prozent. Damit sind die Schwaben rund doppelt so groß wie Verfolger Wüstenrot. "Wir wollen auf jeden Fall in den nächsten Jahren die 30 Prozent erreichen", gibt Metz als Ziel vor, das die Bausparkasse im Boomjahr 2008 bereits einmal erreicht hatte. 2009 war das Neugeschäft allerdings auch um gut 20 Prozent eingebrochen.

Schwäbisch Hall erzielt die Hälfte seines Neugeschäfts über die Verbundpartner, also die Volks-und Raiffeisenbanken und die andere Hälfte über den eigenen Vertrieb. Der soll kräftig ausgebaut werden.

Angreifen will Schwäbisch-Hall über das Auslandsgeschäft. Die Bausparkasse ist bereits in Osteuropa und China aktiv und kommt dort laut Metz auf Marktanteile zwischen 50 und 80 Prozent. Nun will er in Russland Fuß fassen und sondiert bereits. im Ausland zählt Schwäbisch Hall knapp 3,4 Mio. und in Deutschland rund 6,7 Mio Kunden. Am Neugeschäft von rund 33 Mrd. Euro (2009) hat das Ausland einen Anteil von rund einem Viertel.

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