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02.08.2022

10:30

Beteiligungen

500-Millionen-Euro-Einkaufstour: McWin-Fonds sucht Restaurant-Ketten – auch in Deutschland

Von: Peter Köhler

Der Manager hinter Dean & David sowie Burger King Deutschland geht auf Shopping-Tour. Henry McGovern sieht Optimierungspotenzial für die Branche.

Zu den bisherigen Engagements von McWin zählt Burger King Germany. imago/MiS

Getränke von Burger King

Zu den bisherigen Engagements von McWin zählt Burger King Germany.

Frankfurt Die private Anlagegesellschaft McWin hat über einen neuen Fonds insgesamt 500 Millionen Euro für Investments in europäische Restaurantketten eingesammelt. Wichtigster Geldgeber für den McWin Restaurant Fund (MRF) ist eine Tochter der Abu Dhabi Investment Authority (Adia).

Hinter Adia verbirgt sich der Staatsfonds des Emirats Abu Dhabi, der helfen soll, die Region auf die Zeit nach der Ära fossiler Brennstoffe vorzubereiten. Der neue Fonds wird sich auch dezidiert auf dem deutschen Markt nach Gelegenheiten umschauen. „Deutschland ist ein spannender Markt – wir ziehen durchaus in Betracht, ein Investment im deutschen Markt zu tätigen“, sagt Henry McGovern, Mitgründer von McWin, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Falls nötig, kann der neue Fonds auch noch aufgestockt werden. „Wir suchen Unternehmer mit Marken, die weiter expandieren wollen und die mit uns auf einer Wellenlänge liegen. Schließlich kennen wir etwa über unser Engagement bei Burger King Germany oder auch Dean & David das Franchise-Geschäft der Restaurantketten, auch in Deutschland“, sagt der Manager.

Neben dem neuen Fonds ist McGovern bereits mit dem McWin Food Ecosystem Fund (300 Millionen Euro) und dem McWin Food Tech Fund (250 Millionen Euro) im Markt, sodass insgesamt gut eine Milliarde Euro für Investments zur Verfügung stehen.

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    Der Eigenkapitaleinsatz pro Transaktion wird aus dem neuen Fonds laut McGovern mindestens 100 Millionen Euro betragen. Daraus folgten rund vier bis fünf Investments. „Die Bewertungen für Restaurantketten sind nach der Coronapandemie und den schwierigen Rahmenbedingungen durch den Ukrainekrieg gesunken. Wo früher beispielsweise das 15-Fache des operativen Gewinns (Ebitda) gezahlt wurde, werden heute solche Multiples unter zehn aufgerufen“, erklärt der Food-Experte.

    McCovern sieht Optimierungspotenzial

    Zu den bisherigen Engagements zählen Burger King Germany, die Bäckereikette Gail’s in Großbritannien und die Restaurantkette Vapiano. Weitere Investments umfassen Dean & David, Cook-Unity, Perfect Day, Impossible Foods und Technologiefirmen wie Footprint, Menu, and Oishii.

    McGovern und sein Partner Steven K. Winegar sind seit vielen Jahren im Gastgewerbe tätig, sie sehen vor allem in der digitalen Ausstattung der Restaurants und bei innovativen Produkten wie pflanzenbasiertem Fleischersatz weiteres Potenzial für Optimierungen. Mit Adia als Investor werde man jetzt über den größten Fonds mit der Ausrichtung auf Fast-Food-Ketten in Europa verfügen.

    Der neue Fonds kommt in einen Beteiligungsmarkt, der leichte Abkühlungstendenzen zeigt. Finanzinvestoren sind laut der europäischen Private-Equity-Gesellschaft Argos Wityu aufgrund des raschen Anstiegs der Zinssätze und der geringeren Kreditkapazität bei der Auswahl ihrer Investments selektiver geworden.

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