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01.06.2021

15:28

Börsenbetreiber

Spitzenmanagerin Alexandra Hachmeister verlässt die Deutsche Börse

Von: Andreas Kröner

Der Dax-Konzern verliert mit Alexandra Hachmeister eine weitere weibliche Führungskraft. Ihr Nachfolger stieß vor Kurzem von Mastercard zur Deutschen Börse.

Die Managerin wechselt nach mehr als 20 Jahren bei der Deutschen Börse zur Deutschen Bundesbank. (Foto: Deutsche Börse)

Alexandra Hachmeister

Die Managerin wechselt nach mehr als 20 Jahren bei der Deutschen Börse zur Deutschen Bundesbank. (Foto: Deutsche Börse)

Frankfurt Rückschlag für die Deutsche Börse: Alexandra Hachmeister, die Chefin des Marktdatengeschäfts, kehrt dem Unternehmen nach mehr als 20 Jahren den Rücken. Die 46-Jährige verlasse den Konzern zum 31. Juli auf eigenen Wunsch, heißt es in einer Meldung im Intranet der Deutschen Börse, die dem Handelsblatt am Dienstag vorlag.

Der Dax-Konzern aus Eschborn bei Frankfurt verliert damit nach dem Abgang von Vorständin Hauke Stars eine weitere Spitzmanagerin. Die studierte Informatikerin Stars war Mitte 2020 vorzeitig abgetreten und bringt sich aktuell als Aufsichtsrätin beim Gesundheitskonzern Fresenius und beim Logistikunternehmen Kühne + Nagel ein.

Hachmeister arbeitet seit 1999 für Deutschlands größten Börsenbetreiber und genießt intern und extern hohes Ansehen. „Die Entscheidung, nach über 20 Jahren die Deutsche Börse zu verlassen, ist mir nicht leichtgefallen – insbesondere in einer Zeit, in der ich mich nicht persönlich von allen meinen langjährigen Kolleginnen und Kollegen verabschieden kann“, erklärte sie im Intranet.

Finanzkreisen zufolge hat Hachmeister gekündigt, weil sie nach der langen Zeit bei der Deutschen Börse beruflich noch einmal etwas Neues machen will. Wohin ihr Weg führt, ist noch nicht klar.

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    „Mit Alexandra Hachmeister verlässt uns eine langjährige und sehr geschätzte Führungskraft und Kollegin, die über viele Jahre zur starken Positionierung der Deutschen Börse beigetragen hat“, erklärte Deutsche-Börse-Vorstand Thomas Book. „Wir bedauern ihre Entscheidung, unser Unternehmen zu verlassen.“

    Hachmeister hat an der European Business School in Oestrich-Winkel studiert und im Bereich Marktmikrostruktur promoviert. Bei der Deutschen Börse begann sie im Kassamarkt-Segment Xetra, später war sie für die Weiterentwicklung der Systeme und die Betreuung der Führungsgremien und Ausschüsse zuständig.

    Grafik

    2016 stieg sie zum Chief Regulatory Officer auf und beschäftigte sich in dieser Zeit unter anderem mit dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union. Für die Deutsche Börse ergeben sich durch den Brexit große Chancen, denn es ist unklar, ob beziehungsweise in welchem Umfang außerbörsliche Derivategeschäfte in Euro künftig noch in London abgewickelt werden können. Im sogenannten Euro-Clearing hat das Unternehmen seinen Marktanteil seit 2018 deshalb von drei auf mehr als 20 Prozent ausgebaut.

    Im Oktober 2019 übernahm Hachmeister die Leitung des Bereichs Market Data und Services, in dem das Datengeschäft und regulatorische Dienstleistungen gebündelt sind. Ihre Nachfolge soll laut der Intranet-Mitteilung interimistisch ihr Stellvertreter Alireza Dorfard übernehmen, der erst Anfang 2020 vom Kreditkartenkonzern Mastercard zur Deutschen Börse gewechselt war.

    Dorfard hat Finanzmathematik an der Goethe-Universität Frankfurt studiert und in Ökonometrie an der Universität Trier promoviert. Vor seinem Wechsel zur Börse war er bei Mastercard für Daten und Services in Deutschland und der Schweiz zuständig. Vorher beriet er bei der Boston Consulting Group Kunden aus der Finanzdienstleistungsbranche.

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