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24.06.2022

16:41

Finanz-Start-up

Solarisbank zieht Interesse von Finanzinvestoren auf sich

Von: Arno Schütze, Dennis Schwarz

Das Berliner Fintech weckt Finanzkreisen zufolge Begehrlichkeiten bei Private-Equity-Firmen. Jedoch sollen die Preisvorstellungen noch weit auseinanderliegen.

Solarisbank in Berlin Solarisbank

Solarisbank in Berlin

Die erst 2016 gegründete Solarisbank ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

Frankfurt Die Solarisbank zieht das Interesse von Finanzinvestoren auf sich: Finanzkreisen zufolge laufen derzeit Gespräche zwischen dem Berliner Finanz-Start-up (Fintech) und Private-Equity-Firmen. Unter anderem soll das US-Unternehmen Advent zu den Interessenten gehören. Allerdings stünden die Gespräche erst am Anfang, heißt es.

Laut dem „Manager Magazin“, das zuerst über das Interesse berichtet hatte, wollten Private-Equity-Firmen „die Mehrheit oder zumindest einen hohen Anteil übernehmen“, der beträchtliche Mitspracherechte sichere. Ein Solarisbank-Sprecher teilte mit, dass das Unternehmen im ständigen Austausch mit Investoren sei. Einzelne Gespräche kommentiere man nicht. Advent lehnte ein Statement ab.

Die erst 2016 gegründete Solarisbank ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Allein im vergangenen Jahr eröffnete die Bank eigenen Angaben zufolge eine Million neue Onlinekonten. Das Unternehmen bietet seine Banklizenz anderen Fintechs an, die so schneller auf Kundenfang gehen können. Finanzdienstleistungen können die Finanz-Start-ups unter eigener Flagge anbieten, im Hintergrund steht immer die Solarisbank.

Im vergangenen Jahr kündigte Solarisbank-Chef Roland Folz an, dass das Unternehmen bis Mitte dieses Jahres bereit für einen Börsengang sein wolle. Angesichts des derzeitigen Marktumfelds ist ein IPO aktuell aber sehr unwahrscheinlich.

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    Die unsichere Lage infolge von Inflation, Ukrainekrieg und Zinswende erschwert jedoch auch Verhandlungen über einen möglichen Kaufpreis. Denn Unternehmensbewertungen stehen momentan stark unter Druck, wie das Beispiel Klarna zeigt.

    Bericht: Klarna könnte nur noch 15 Milliarden Dollart wert sein

    Wie die US-Finanzzeitung „Wall Street Journal“ kürzlich berichtete, würde das schwedische Payment-Fintech, bisher das wertvollste europäische Start-up, im Rahmen einer möglichen neuen Kapitalrunde inzwischen mit zwei Dritteln weniger bewertet. Vor einem Jahr taxierte Klarna seinen Wert auf fast 46 Milliarden Dollar. Nun könnten es dem Zeitungsbericht zufolge noch etwa 15 Milliarden Dollar sein.

    Aus Finanzkreisen ist zu hören, dass die Preisvorstellungen zwischen der Solarisbank und den Finanzinvestoren derzeit weit auseinanderliegen. Genügend Kapitalpuffer für lange andauernde Verhandlungen dürften die Berliner jedoch haben: Kürzlich sammelte das Unternehmen laut Finanzkreisen etwa 40 Millionen Euro von Bestandsinvestoren ein. Zuerst hatte der Branchen-Newsletter „Finance Forward“/„Finanz-Szene“ über die neue Finanzierungsrunde berichtet.

    Der Solarisbank-Sprecher bestätigte, dass man kürzlich einen mittleren zweistellige Millionenbetrag von Bestandsinvestoren erhalte habe, um die Position in einem herausfordernden Marktumfeld zu stärken. Zu der neuen Bewertung wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Zuletzt lag diese bei 1,4 Milliarden Euro.

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