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14.08.2019

13:34

Fintechs

Start-up-Plattform Finleap steht vor großem Umbau

Von: Frank Matthias Drost

Finleap hat sich bislang als Company Builder zahlreicher Fintechs einen Namen gemacht. Jetzt plant der Start-up-Spezialist einen größeren Umbau.

Der Chef der Berliner Fintech-Schmiede Finleap. FinLeap

Ramin Nimourand

Der Chef der Berliner Fintech-Schmiede Finleap.

Berlin Wer sich mit Finanz-Start-ups in Deutschland beschäftigt, kommt an einem Unternehmen nicht vorbei: Finleap, der Mutter vieler renommierter Fintechs wie der Solarisbank, der Versicherer Clark und Element, der digitalen Plattform für Vermögensverwalter, Elinvar, dem Inkasso-Spezialisten Pair Finance oder dem Bankservice-Spezialisten Finreach.

In den vergangenen Jahren investierte das Berliner Unternehmen zwischen 500.000 Euro und fünf Millionen Euro in Start-ups und holte in weiteren Kapitalrunden neue Investoren dazu.

Jetzt steht die Plattform vor einem größeren Umbau. Auch künftig will Finleap neue Unternehmen finanzieren und akquirieren, gleichzeitig sollen die Marken Infinitech und Finreach (einschließlich Figo) zu einer Plattform namens Finleap Connect verschmolzen werden, die Finleap in Eigenregie betreiben will.

Infinitech kümmert sich schwerpunktmäßig um Bankdienstleistungen für Firmenkunden, Finreach bietet Services im Retail-Geschäft.

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    „Wir beobachten eine steigende Nachfrage im europäischen Markt nach einem vollumfänglichen Produktangebot. In Zukunft werden wir diesem Bedürfnis gezielter nachgehen, indem wir unsere Stärken in Finleap Connect bündeln“, erklärt Finleap-Chef Ramin Niroumand. Zuerst hatte der Newsletter „Finanz-Szene.de“ darüber berichtet.

    Niroumand wird Finleap Connect führen und schlüpft damit erstmals in eine operative Funktion. Zugleich wird er weiterhin Holding-Chef bleiben. Unter dem Holding-Dach werden künftig die Bereiche Finleap Connect, Finleap Build (Unternehmensgründungen) und Finleap Assets (Beteiligungen) aufgehängt.

    Die Gefahr einer Kannibalisierung des bestehenden Fintech-Universums sieht Niroumand nicht. „Finleap Connect wird mit den Unternehmen des Finleap-Ökosystems kooperieren.“ Damit werde es möglich sein, ganzheitliche Finanzlösungen, aber auch einzelne Finanzprodukte wie Konten, Kredite, Versicherungen und Vermögensverwaltung anzubieten, heißt es.

    Finleap Connect werde zudem das bestehende API-Angebot (Schnittstelle für Zahlungsverkehr) um einen API-Marktplatz ergänzen. Die Finleap-Gruppe hat sich zu einem Beschäftigungsmotor entwickelt. In den 16 Unternehmen arbeiten derzeit 900 Mitarbeiter aus 60 Nationen.

    Mehr: Das Start-up-Unternehmen Finleap baut ein eigenes Finanz- und Versicherungsportal auf. Die neue Plattform ist auch eine Kampfansage an den Marktführer Check24. Lesen Sie hier mehr.

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