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Höhere Kapitalanforderungen

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Verband befürchtet 7.5 Millionen weniger Arbeitsplätze

Unter dem Titel „Die kumulativen Auswirkungen von Änderungen in der Finanzmarktregulierung auf die Weltwirtschaft“ präsentieren die über 440 im IIF zusammengeschlossenen Finanzdienstleister beeindruckende Zahlen. Gegenüber dem Status quo würde die Umsetzung aller Regulierungsmaßnahmen den Eigenkapitalbedarf der Banken erheblich ansteigen lassen – in den führenden Industrienationen bis 2015 um 1,3 Billionen Dollar. Dadurch würden sich die Bankzinsen in den kommenden fünf Jahren im Durchschnitt um 3,2 Prozent erhöhen. Das führe zu einer Reduzierung der Wertschöpfung um 3,2 Prozent. Die Folge seien 7,5 Millionen weniger Arbeitsplätze.

Im vergangenen Jahr war der IIF noch davon ausgegangen, dass die Banken in den kommenden fünf Jahren rund 700 Milliarden Dollar über Kapitalerhöhungen aufnehmen müssten; hinzu kämen langfristige Schuldtitel über 5,4 Billionen Dollar. Den letzten  Posten veranschlagt der IIF heute mit 816 Milliarden Dollar bis 2015 und mit 1,5 Billionen Dollar bis 2020, wovon 670 Milliarden Dollar allein auf die Banken im Euro-Raum entfielen.

Der Chef der zweitgrößten französischen Bank Société Générale, Frédéric Oudéa, sagte, der Schritt zu einem sichereren Banksystem sei richtig, aber der Zeitpunkt des Übergangs müsse angesichts der Belastungen für die Institute richtig organisiert werden. Zum Beispiel müsse gesichert werden, dass weltweit gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Institute herrschten, indem die neuen Regeln gleichzeitig gelten.

Zudem kritisierte Oudéa, dass die in der Finanzkrise stabileren Universalbanken durch zusätzliche Kapitalaufschläge als systemrelevante Institute eher benachteiligt würden. „Aber wenn wir zu weit gehen und einen fragmentarischen Bankenmarkt haben, wie werden sich dann unsere großen Unternehmen refinanzieren?“ wollte Oudéa wissen.

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    Kommentare (5)

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    Frank_Thompson

    07.09.2011, 15:09 Uhr

    Hallo, waere es moeglich eine Liste der SIFIs zu ergaenzen?

    nulla_die_sine_regula

    07.09.2011, 15:35 Uhr

    Daß das ohne Gemeckere geht hatte auch keiner erwartet.

    Linkstrend-stoppen

    07.09.2011, 18:27 Uhr

    Auch durch diesen neuerlichen Regulierungsquatsch werden sich Finanzkrisen nicht verhindern lassen. Dann reißen die Dämme eben an anderer Stelle.

    Wichtig wäre die Behebung der Ursachen:
    1. Geldmengenflut bei Billigzins stoppen
    2. Staatsverschuldung stoppen
    3. Aufhören jedes Rezessiönchen mit Liquidität wegzufluten
    4. Euro in mindestens zwei Bereich spalten, damit eine angepasste GELDPOLITIK erstmals wieder möglich wird.
    5. Notenbanken müssen wieder unabhängig handeln und mit Gelddrucken, sprich Ankauf von Klopapier stoppen.

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