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29.11.2022

15:18

Identitätsdienst

Zusammenschluss von Verimi und Yes: Volksbanken stocken auf, Sparkassen ziehen nicht mit

Von: Elisabeth Atzler

An dem fusionierten Identitätsdienst hält der genossenschaftliche Finanzverbund knapp 20 Prozent. Größter Anteilseigner ist die Volkswagen-Bank.

Die Genossenschaftsbanken steigen beim Identitätsdienst Verimi mit rund 20 Prozent ein. Die Sparkassen halten an dem fusionierten Unternehmen keine Anteile mehr. IMAGO/Michael Gstettenbauer

Volksbank und Sparkasse

Die Genossenschaftsbanken steigen beim Identitätsdienst Verimi mit rund 20 Prozent ein. Die Sparkassen halten an dem fusionierten Unternehmen keine Anteile mehr.

Frankfurt Im Zuge des Zusammenschlusses der Identitätsdienste Verimi und Yes stocken die Volks- und Raiffeisenbanken ihren Anteil deutlich auf. Laut Verimi halten der genossenschaftliche IT-Dienstleister Atruvia und das Spitzeninstitut der Gruppe, DZ Bank, künftig knapp 20 Prozent an dem fusionierten Unternehmen. An Yes waren sie zuvor nur minimal beteiligt.

Die Sparkassen, Marktführer der Bankbranche, ziehen indes nicht mit. Sie sind derzeit mit nicht einmal 0,1 Prozent an Yes beteiligt, wie der Deutsche Sparkassenverlag (DSV), einer ihrer Dienstleister, auf Anfrage mitteilte. Mit der Vereinbarung zur Fusion von Yes und Verimi veräußere der DSV die entsprechenden Aktien.

Von Yes waren nicht alle Sparkassen überzeugt. Aktuell bieten etwa drei Viertel der rund 360 Sparkassen ihren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, sich über Yes gegenüber Dritten zu identifizieren. Die beiden größten Sparkassen, die Hamburger Sparkasse und die Berliner Sparkasse, zählen nicht dazu.

Die Übernahme von Yes durch Verimi war am Montag bekannt geworden. Die beiden Anbieter waren vor etwa vier Jahren gestartet und hatten sich von Anfang an Konkurrenz gemacht. Keines der Unternehmen hat sich am Markt durchsetzen können. Auch die Nutzung der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises steht in Deutschland noch ganz am Anfang.

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    Auch Allianz und Deutsche Bank sind beteiligt

    Größter Eigentümer des fusionierten Identitätsdienstes ist mit 30 Prozent Volkswagen Financial Services (VWFS), der Verimi als einen „Schlüssel zur Umsetzung zahlreicher digitaler Geschäftsprozesse“ sieht. 15 Prozent hält zukünftig GMB Systems, die Investmentgesellschaft der Versicherungswirtschaft, je zehn Prozent liegen beim Versicherer Allianz und bei der Deutschen Bank, wie Verimi erklärte. Die Anteilseigner investieren mit der Fusion einen nicht genauer bezifferten zweistelligen Millionenbetrag in das Unternehmen.

    Mithilfe der digitalen Verimi-Geldbörse können sich Nutzer an verschiedenen Stellen ausweisen, einloggen und bezahlen, ohne ihre Daten jedes Mal neu eingeben zu müssen. Etwa bei der Online-Autovermietung oder der Eröffnung eines Bankkontos. Yes bietet Identifizierungsmöglichkeiten mithilfe von Onlinebanking. Dadurch sollen sich Bankkunden online ausweisen und einfacher auf verschiedenen Internetseiten einloggen können. Nun sollen die Leistungen von Verimi und Yes auf einer Plattform gebündelt werden.

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