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17.02.2023

14:23

Investmentbank

Chef verschwunden – Aktie von China Renaissance verliert zeitweise 50 Prozent

Der Gründer der Investmentbank China Renaissance Bao Fan ist seit Tagen unauffindbar. Die in Hongkong gehandelten Aktien brechen daraufhin ein.

Eingang zu dem Büro der chinesischen Investmentbank China Renaissance in Peking. AP

China Renaissance

Eingang zu dem Büro der chinesischen Investmentbank China Renaissance in Peking.

Frankfurt In China ist der Gründer einer der führenden Investmentbanken des Landes verschwunden. Die Aktien von China Renaissance stürzten am Freitag ab, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, es habe keinen Kontakt zu Gründer Bao Fan. Bao gilt als einer der bekanntesten Banker des Landes, der besonders in der Technologiebranche vernetzt ist.

Die Aktien von China Renaissance fielen am Freitag in Hongkong zeitweise um bis zu 50 Prozent. Zum Handelsende betrug das Minute noch rund 28 Prozent.

China Renaissance Holdings erklärte in einer Mitteilung an die Hongkonger Börse, dass es nicht gelungen sei, mit Bao Kontakt aufzunehmen. Es gebe jedoch keinen Hinweis darauf, dass dies mit den Geschäften der Gruppe zusammenhänge. Bao war unter anderem am Börsengang des E-Commerce-Unternehmens JD.com und der Kurzvideoplattform Kuaishou in Hongkong beteiligt.

Der chinesische Milliardär und Gründer von China Renaissance ist unauffindbar. Reuters

Bao Fan

Der chinesische Milliardär und Gründer von China Renaissance ist unauffindbar.

Ein derart ungewöhnliches Eingeständnis deute darauf hin, dass die Person seit längerem unauffindbar sei, sagte Dickie Wong, Chef-Analyst des Brokerhauses Kingston. Die chinesischen Behörden gingen in den vergangenen zwei Jahren hart gegen große Technologieunternehmen vor. Allerdings hieß es zuletzt, dieser Einsatz gegen die Konzerne sei abgeschlossen. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking, Wang Wenbin, sagte in einer Pressekonferenz, er wisse nichts von Baos Verschwinden.

Vor einigen Monaten war der ehemalige Präsident von China Renaissance, Cong Lin, von chinesischen Behörden verschleppt worden, wie die chinesische Nachrichtenagentur Caixin zuerst berichtete. Im Rahmen von Ermittlungen zur Korruptionsbekämpfung in China, die sich gegen den Finanzsektor richten, wurden Dutzende Vertreter von Unternehmen wie Everbright Securities, China Construction Bank und der Großbank ICBC festgenommen.

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