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04.11.2022

17:00

Investmentbanking

Joachim von der Goltz verlässt Credit Suisse

Von: Arno Schütze

Nach 25 Jahren im Investmentbanking zieht Joachim von der Goltz Finanzkreisen zufolge einen Schlussstrich. Künftig will der Kapitalmarktbanker als Berater aktiv sein.

Zahlreiche prominente Banker haben in den vergangenen Monaten ihren Abschied von der Bank bekanntgegeben. dpa

Credit Suisse

Zahlreiche prominente Banker haben in den vergangenen Monaten ihren Abschied von der Bank bekanntgegeben.

Frankfurt Credit-Suisse-Kapitalmarktbanker Joachim von der Goltz gehört zu den Urgesteinen des Investmentbankings am Standort Frankfurt. In den vergangenen 25 Jahren hat er die großen Rettungskapitalerhöhungen der Deutschen Bank organisiert, für Bayer und Infineon an der Börse Kapital beschafft oder die Deutsche Post, Innogy und DWS auf den Kurszettel gebracht. Nun lässt der gelernte Jurist, der zuvor für die Deutsche Bank, JP Morgan und UBS tätig war, Finanzkreisen zufolge das Investmentbanking hinter sich.

Er kehrt der Credit Suisse in einem Moment den Rücken, in dem bei der Bank harte Restrukturierungen vor der Tür stehen. Vergangene Woche hatte das Schweizer Geldhaus einen Milliardenverlust und einen radikalen Umbau mit umfangreichen Stellenstreichungen bekannt gegeben.

Der langjährige Investmentbanker will künftig auch die Politik beraten.

Joachim von der Goltz

Der langjährige Investmentbanker will künftig auch die Politik beraten.

Von der Goltz will Finanzkreisen zufolge künftig als Berater agieren – auch in der Politik. Selbst bei prominenten Politikberatern fehle häufig fundiertes Fachwissen zur Funktionsweise der Kapitalmärkte. Bei der Planung von Maßnahmen – wie etwa Regulierung, Steuern oder Sanktionen – werde in manchen Fällen die zu erwartende Finanzmarktreaktion unzureichend berücksichtigt. Zuletzt bekam das in Großbritannien Liz Truss zu spüren, die mit einem Steuersenkungspaket die Finanzmärkte in Unruhe versetzte und abtreten musste.

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    Von der Goltz wolle sich etwa bei Thinktanks engagieren und dort seine Kapitalmarktexpertise einbringen, hieß es. Von dieser sollen aber auch Technologie-Unternehmen profitieren.

    Bei Start-ups hat die Börse als Kapitalquelle zwar in den vergangenen Jahren an Bedeutung verloren, die Finanzierung der Wachstumsphase läuft heute primär über privates Risikokapital. Firmen ab „Einhorn-Größe – also einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Euro – suchen aber weiterhin den Weg an die Börse. Ausnahme: dieses Jahr. Angesichts der hohen Volatilität gab es in Deutschland mit Ausnahme von Porsche so gut wie keine IPOs.

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