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04.02.2020

14:48

Kreditinstitute

Sparda-Banken Berlin und Hannover wollen fusionieren

Von: Frank Matthias Drost

Die Institute wollen „die Kräfte beider Häuser bündeln“. Von der Fusion erhoffen sie sich, besser auf regulatorische Anforderungen und die Digitalisierung reagieren zu können.

Sparda-Banken Berlin und Hannover wollen fusionieren dpa

Logo der Sparda-Bank

Mit rund 700.000 Mitgliedern wäre ein fusioniertes Institut die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank Deutschlands.

Berlin Die Vorstände und Aufsichtsräte der Sparda-Banken Berlin und Hannover führen Gespräche über einen Zusammenschluss. Beide Banken seien davon überzeugt, dass sich für das neue Institut eine „sehr gute Zukunftsperspektive“ ergebe. In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Sparda-Banken heißt es, man wolle „die Kräfte beider Häuser bündeln“.

Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, würde mit einer Bilanzsumme von rund zwölf Milliarden Euro ein Institut mit mehr als 1100 Mitarbeitern entstehen, das zu den zehn größten Genossenschaftsbanken des Landes gehören würde.

Nach den letzten verfügbaren Geschäftszahlen aus dem Jahr 2018 kommt die Hannoveraner Bank auf eine Bilanzsumme von gut fünf Milliarden Euro und weist einen Überschuss von 4,1 Millionen Euro aus. Die Bilanzsumme der Sparda-Bank Berlin liegt bei 6,3 Milliarden Euro, der Gewinn bei 3,3 Millionen Euro.

„Wir gehen den Konsolidierungsprozess in der Branche aus einer Position der Stärke an“, sagte der Vorstandeschef des Hannoveraner Instituts, André-Christian Rump. Die Kapitalbasis sei solide, man verfüge über beste Werte in der Kundenzufriedenheit. Aus Sicht des Berliner Vorstandsvorsitzenden Frank Kohler ziehen die Institute allerdings auch Konsequenzen aus der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Es herrschten „zunehmende regulatorische Anforderungen“ und daraus folgend auch ein verändertes Kundenverhalten.

Die Banken reklamieren aber auch eine absolute Spitzenposition bei den Anteilseignern für sich. Mit addiert rund 700.000 Genossenschaftsmitgliedern wäre die fusionierte Bank die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank Deutschlands.

Pionier Sparda West

Mit der Fusion setzt sich die Konsolidierung unter den Sparda-Banken fort. Im Jahr 2018 schlossen sich bereits die Sparda-Bank West und die Sparda-Bank Münster zusammen. Das neue Institut übernahm den Namen der Sparda West.

Mit der Niedrigzinsphase, der zunehmenden Regulatorik und der Digitalisierung warten „eine Menge Herausforderungen auf uns, die wir als größere Bank besser bewältigen können“, sagte seinerzeit der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank West, Manfred Stevermann. Die Begründung hat an Aktualität nichts eingebüßt.

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