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16.05.2022

15:07

LBS

Landesbausparkassen Bayern und Südwest wollen fusionieren

Von: Elisabeth Atzler

Der Zusammenschluss wäre ein weiterer kleiner Schritt bei der Konsolidierung in der Sparkassen-Finanzgruppe. Auch die LBS West und Nord sprechen über eine Fusion.

Derzeit gibt es im öffentlich-rechtlichen Sektor noch acht Bausparkassen. dpa

LBS Südwest

Derzeit gibt es im öffentlich-rechtlichen Sektor noch acht Bausparkassen.

Frankfurt Die beiden Landesbausparkassen (LBS) Bayern und Südwest streben einen Zusammenschluss an. Das teilten ihre Eigentümer am Montag mit. Die LBS Südwest gehört den Sparkassen aus Baden-Württemberg und aus Rheinland-Pfalz, die Anteile der LBS Bayern liegen bei den bayerischen Sparkassen.

Ein fusioniertes Unternehmen käme auf eine Bilanzsumme von 37 Milliarden Euro und wäre mit Abstand die größte unter den Landesbausparkassen. Es würde 3,5 Millionen Bausparverträge zählen. Derzeit gibt es im öffentlich-rechtlichen Sektor noch acht Bausparkassen. Auch die LBS West und die LBS Nord sprechen über ein Zusammengehen.

Angesichts ihrer Größe würde eine fusionierte LBS Südwest-Bayern unmittelbar durch die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) überwacht. Ab einer Bilanzsumme von 30 Milliarden Euro sind Geldhäuser in der Euro-Zone der direkten EZB-Aufsicht unterstellt.

Größte Bausparkasse in Deutschland ist die genossenschaftliche Schwäbisch-Hall. Sie ist eine Tochter des Spitzeninstituts der Volks- und Raiffeisenbanken, der DZ Bank.

Derzeit haben die Landesbausparkasse Bayern und Südwest zusammen rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Kündigungen aufgrund einer möglichen Fusion sind ausgeschlossen“, erklärten die beteiligten Sparkassenverbände.

Kleiner Schritt zur weiteren Konsolidierung

Die Fusion ist ein kleiner Schritt auf dem Weg zur weiteren Konsolidierung innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Aktuell gibt es neben 367 lokal verankerten Sparkassen noch neun öffentliche Versicherer, vier große Landesbanken sowie die acht Landesbausparkassen. Die Genossenschaftsbanken, die schärfsten Konkurrenten der Sparkassen, kommen mit einem Spitzeninstitut, einem Versicherer und eben auch einer Bausparkasse aus.

Sparkassenpräsident Helmut Schleweis will sich zwar weiter einsetzen für eine Zusammenführung der öffentlich-rechtlichen Spitzinstitute, die aus seiner Sicht zu einem Sparkassen-Zentralinstitut fusionieren sollten. Doch der Widerstand an gleich mehreren Stellen ist groß.

Entscheiden müssten über Fusionen am Ende die Anteilseigner der Landesbanken. Dabei handelt es sich um die Bundesländer sowie die Sparkassen in den jeweiligen Regionen. Die von Schleweis vorangetriebenen Gespräche über eine Fusion zwischen der Landesbank Hessen-Thüringen und dem Sparkassen-Fondsanbieter Deka, durch die ein Nukleus für ein Zentralinstitut entstanden wäre, wurden bereits 2020 auf Eis gelegt.

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