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Pfandbriefbanken

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Geld vom Schwarm als Eigenkapital

Während sich der Großteil der Crowdinvesting-Plattformen an Privatanleger richtet, legt Brickvest den Fokus auf institutionelle und semi-professionelle Anleger. Investments sind ab 1.000 Euro möglich. Für eine Partnerschaft habe sich Klaus auch andere Plattformen angesehen. Dass die Entscheidung letztlich für Brickvest fiel, habe vor allem mit einem Grund zu tun: Die Lizenz von der britischen Finanzaufsicht FCA, die das Fintech als vollen Alternative Investment Fund Manager berechtigt. „Wir sind die einzige voll lizensierte Immobilienfinanzierungsplattform in Europa. Das ist unser Alleinstellungsmerkmal“, sagt Thomas Schneider, Gründer von Brickvest.

Die meisten Crowdinvesting-Finanzierungen bleiben unterhalb einer Schwelle von 2,5 Millionen Euro. Aus einem ganz bestimmten Grund: In diesen Fällen nämlich müssen die Kapitalsammelstellen keinen umfassenden, von der Bafin zu prüfenden Verkaufsprospekt erstellen. Für Verbraucherschützer ein Ärgernis. Sie sehen Anleger dann nicht ausreichend über die Risiken informiert. Bei Brickvest laufen Finanzierungen aus diesem niedrigeren Bereich in einem Volumen von zwei bis zweieinhalb Millionen Euro im Segment „Access“. Im größeren Bereich unter dem Namen „Select“ seien weitaus höhere Summen denkbar, erklärt Schneider. Theoretisch könne er Finanzierungen bis zu einer Milliarde Euro realisieren.

Von Dimensionen dieser Art ist das Fintech noch weit entfernt. Bislang waren die Volumina der Plattform mit rund 85 Millionen Euro überschaubar. Von der Partnerschaft mit der Berlin Hyp erhofft sich Schneider Wachstumschancen. „Der Gewerbeimmobilienmarkt ist von hohen Finanzierungsvolumen geprägt. Mit der Partnerschaft wollen wir jetzt das Geschäft weiter professionalisieren“, sagt Schneider.

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Sein Fintech hat seinen offiziellen Sitz in London und darf dank der sogenannten Passporting-Rechte der Europäischen Union (EU) Geschäfte in ganz Europa machen. Mit dem Brexit, also dem Ausstieg der Briten aus der EU, könnten diese Rechte verfallen. Große Sorgen mache er sich aber nicht, betont Schneider. Für den Fall der Fälle schaue er sich nach alternativen Standorten in Frankreich und Irland um.

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    Das Fintech wirbt damit, dass Investoren bei ihnen in Immobiliendeals „institutioneller Qualität“ investieren können, „die bisher nur Institutionen wie Pensionskassen, Versicherungsgesellschaften und großen Familienbüros zugänglich waren.“ Da bleibt der Eindruck, dass das Geschäftsmodell des einen (Brickvest) das Geschäftsmodell des anderen (Berlin Hyp) eigentlich direkt angreift.

    Berlin Hyp-Chef Klaus sieht sein Geschäft allerdings nicht in Gefahr: „Wir erachten Finanzierungsplattformen als komplementär zu unserem Geschäft. Das eine wird das andere nicht komplett ersetzen.“ Im Gegenzug biete die Beteiligung die Chance, die Brickvest-Plattform auch für Berlin-Hyp-Kunden nutzbar zu machen – für den Fall, dass Kunden bei ihrer Finanzierung weiteres Eigenkapital brauchen. Dies könne über die Plattform eingesammelt werden.

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