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06.08.2022

15:27

Quartalszahlen

Berkshire Hathaway in den roten Zahlen – aber operativ läuft es besser

Von: Astrid Dörner

Die Turbulenzen an den Märkten bekommt die Beteiligungsfirma des Star-Investors Warren Buffett zu spüren. Doch der operative Gewinn legt deutlich zu.

Mehr Investments in Ölkonzerne. Reuters

Warren Buffett

Mehr Investments in Ölkonzerne.

Denver Die Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway von Starinvestor Warren Buffett meldet einen großen Sprung beim operativen Gewinn. Dieser legte im zweiten Quartal um knapp 39 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar zu und umfasst die Gewinne aus den Töchter-Unternehmen des Konglomerats.

Zu dem Konzern aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska zählen unter anderem eine Energie- sowie eine Versicherungssparte und rund 80 kleine und mittelständische Unternehmen, vom Textilhersteller „Fruit of the Loom“ über den Privatflugzeugvermieter „Net Jet“ und den Süßigkeitenproduzenten „See’s Candy“.

Doch der Konzern meldete auch einen Verlust von 53 Milliarden Dollar bei seinem Aktienportfolio. Unter dem Strich stand bei Berkshire Hathaway daher im zweiten Quartal ein Verlust von 43,7 Milliarden Dollar.

„Die Investmentgewinne oder -verluste im Quartal sind meistens bedeutungslos“, betonte Buffett bei der Veröffentlichung der Ergebnisse am Samstag. Schon lange missfällt es ihm, dass er in jedem Quartal unrealisierte Buchgewinne der vielen Aktienbeteiligungen ausweisen muss, die oft stark schwanken.

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    Nach deutlichen Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sind die Märkte im zweiten Quartal in einen Bärenmarkt gerutscht. Der breit gefasste S&P 500 verlor von April bis Juni 16 Prozent an Wert, auf die erste Jahreshälfte gesehen war es ein Minus von knapp 21 Prozent – der größte Verlust seit 1970. Buffetts viel beachtetes Aktienportfolio war Ende Juni 328 Milliarden Dollar schwer, 63 Milliarden weniger als Ende März.

    Auch das Berkshire-Papier bekam die Unsicherheit der Anleger zu spüren. Die Aktie der Klasse A ist die teuerste der USA und gab im zweiten Quartal um 22 Prozent nach. Aufs Jahr gesehen schneidet die Berkshire-Aktie jedoch deutlich besser ab als der S&P 500. Sie liegt seit Anfang Januar 2,5 Prozent im Minus, während der Leitindex um 13 Prozent nachgab. Die Aktie rutschte am Samstag nachbörslich um rund 1,2 Prozent ins Minus und kostete 434.100 Dollar.

    Warren Buffett baut Öl-Investments aus

    Bei Aktienrückkäufen war Buffett im zweiten Quartal ebenfalls zögerlicher. So kaufte Berkshire Papiere im Wert von einer Milliarde Dollar zurück, in den ersten drei Monaten des Jahres waren es 3,2 Milliarden Dollar – deutlich weniger als 2021. Damals lagen die Rückkäufe bei insgesamt 27,1 Milliarden Dollar. Die Cash-Reserven betrugen Ende Juni 105,4 Milliarden Dollar, nur leicht unter dem Niveau aus dem ersten Quartal.

    Berkshire hat in den vergangenen Monaten sein kontinuierliches Investment in das Ölunternehmen Occidental Petroleum ausgebaut. Buffett hält nun 19,4 Prozent der Anteile, die rund elf Milliarden Dollar wert sind. Occidental ist die erfolgreichste Aktie im S&P 500. Der Kurs hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Analysten spekulieren, dass Buffett das Unternehmen ganz übernehmen könnte.

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