Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

26.09.2022

09:15

Schweizer Großbank

Credit Suisse treibt Verkauf von Vermögenswerten voran

Die Schweizer Großbank arbeitet nach einer Reihe von Fehlschlägen an einem Umbau des Instituts. Die Credit-Suisse-Aktie haben binnen zwei Tagen mehr als 13 Prozent an Wert verloren.

Weiterer Rechtsfall abgehakt. Reuters

Credit Suisse

Weiterer Rechtsfall abgehakt.

Zürich Die krisengeplagte Credit Suisse versucht nach dem jüngsten Absturz des Aktienkurses Märkte und Mitarbeiter zu beruhigen. Die Schweizer Großbank ist nach eigenen Angaben mit ihrer umfassenden strategischen Überprüfung gut vorankommen und wolle den Markt am 27. Oktober zusammen mit den Ergebnissen des dritten Quartals darüber informieren.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung prüften Alternativen, die über die Erkenntnisse aus der letztjährigen strategischen Überprüfung hinausgingen, wie das Institut am Montag mitteilte. In Erwägung gezogen würden auch Veräußerungen und Verkäufe von Vermögenswerten.

Die Credit-Suisse-Aktien hatten binnen zwei Tagen mehr als 13 Prozent an Wert verloren und waren am Freitag auf ein Rekordtief abgerutscht, nachdem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hatte, dass die Bank bei Großanlegern eine milliardenschwere Stärkung ihrer Bilanz auslotet.

Im laufenden Jahr hat sich der Kurs mehr als halbiert und an der Börse ist die Credit Suisse inzwischen nur noch knapp elf Milliarden Franken wert. Eine Kapitalerhöhung würde zu einer bedeutenden Verwässerung der bestehenden Aktionäre führen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    In einer internen Mitteilung versuchte die Führungsspitze der Credit Suisse zuletzt bereits, die verunsicherten Mitarbeiter zu beruhigen. Das von einer Reihe von Fehlschlägen geplagte Institut arbeitet an einem weiteren Umbau, der Insidern zufolge einen Stellenabbau und eine Schrumpfung des Investmentbankings vorsieht.

    Mehrere Szenarien zum Abbau der Investmentbank

    So hat die Bank das Geschäft mit Verbriefungen von Hypotheken (SPG) ins Schaufenster gestellt. Den Insidern zufolge diskutierte die Konzernspitze eine Reihe von Szenarien zum Abbau der Investmentbank. Die am weitesten gehende Option umfasse dabei einen weitgehenden Ausstieg aus diesem Geschäft in den USA. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

    Credit Suisse erklärte, ein Komplett-Ausstieg aus den USA sei kein Thema. In dem Markt betreibt die Bank nicht nur Investmentbanking, sondern etwa auch Vermögensverwaltung für Profi-Anleger (Asset Management).

    Am Montag erklärte die Bank, Ziel der strategischen Überprüfung sei eine fokussiertere, agilere Gruppe mit einer deutlich niedrigeren absoluten Kostenbasis, die „nachhaltige Renditen für alle Interessengruppen und erstklassige Dienstleistungen für die Kunden erbringen könne.

    Von

    rtr

    Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

    Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

    Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

    ×