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13.04.2016

11:39

Umbau bei der Credit Suisse

Schweizer Misstöne

Von: Holger Alich

PremiumWer wusste was? Und wann? Die Führungsspitze der Credit Suisse verwirrt die Aktionäre mit widersprüchlichen Aussagen zu den milliardenschweren Risiken im Portfolio. Die Kommunikationspanne kommt zur Unzeit.

Scheitert Thiams Strategie, wackelt auch Rohners Stuhl. AFP

Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam (l.) mit Verwaltungsrat Urs Rohner

Scheitert Thiams Strategie, wackelt auch Rohners Stuhl.

Zürich In den vergangenen Tagen weilte ein Großteil der Führungsspitze der Schweizer Großbank Credit Suisse auf der alljährlichen Asien-Investmentkonferenz der Bank in Hongkong. Oberste Devise für Vorstandschef Tidjane Thiam und seinen Verwaltungsratspräsident Urs Rohner war es dort, die Investoren nicht durch neue Widersprüche zu verwirren.

Denn zuletzt fiel die Führung der zweitgrößten Schweizer Bank vor allem mit Dissonanzen auf. Im Mittelpunkt stand dabei ein milliardenschweres Portfolio an schwer verkäuflichen Hochzinsanleihe-Produkten, mit dem die Credit Suisse zuletzt zum Schrecken der Aktionäre dreistellige Millionenverluste erlitten hat.

Zuerst wurde Thiam Ende März von Analysten danach gefragt, warum die Großbank diese riskante Position nicht früher abgebaut hat. Damals erklärte der Vorstandschef, dass er von der Existenz des Portfolios bei der Ausarbeitung des Strategieplans im Sommer keine Kenntnis hatte. Erst im Januar will Thiam davon erfahren haben. Das sei inakzeptabel, es habe „Konsequenzen“ gegeben, hatte er deutlich gemacht.

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