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17.01.2020

03:14

Verwahrentgelt

Fast 200 Banken und Sparkassen verlangen Negativzinsen

Die Zahl der Banken, die Geld für die Verwaltung von Guthaben nehmen, hat sich seit 2019 einer Erhebung zufolge fast verdoppelt. Und es werden täglich mehr.

Das Verbraucherportal Biallo.de hat knapp 1300 Geldinstituten in Deutschland befragt. dpa

Sparkasse in Frankfurt

Das Verbraucherportal Biallo.de hat knapp 1300 Geldinstituten in Deutschland befragt.

Berlin Immer mehr Geldhäuser in Deutschland verlangen einem Medienbericht zufolge Negativzinsen. Mittlerweile kassierten 186 Banken und Sparkassen für das Verwahren von Guthaben Geld, statt selbst Zinsen dafür zu zahlen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine neue Untersuchung des Verbraucherportals Biallo.de bei knapp 1300 Geldinstituten in Deutschland.

Die Zahl der Häuser, die auf ein sogenanntes Verwahrentgelt pochten, habe sich damit seit Juli 2019 fast verdoppelt. „Fast täglich werden es mehr“, sagte Horst Biallo, Gründer und Chef des gleichnamigen Portals, das unter anderem Konditionen von Geldinstituten vergleicht.

Bereits 86 Banken und Sparkassen langten laut der Analyse auch bei Privatkunden zu. Im Juli 2019 habe dies nur auf 30 Geldinstitute zugetroffen. In der Mehrheit werde der Negativzins aber bei Geschäftskunden erhoben.

Mehr: Die Zahl der Geldhäuser mit Negativzinsen oder Extragebühren für Tagesgeld steigt weiter. Zugleich horten die Kreditinstitute zusehends Bargeld.

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