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22.11.2022

09:18

Wiener Krypto-Start-up

Inmitten des Krypto-Crashs: Bitpanda erhält Bafin-Lizenz

Von: Dennis Schwarz

Die Wiener Krypto-Handelsplattform erzielt einen wichtigen Meilenstein. Als eines von wenigen Unternehmen erhält sie eine Bafin-Lizenz zur Verwahrung und zum Eigenhandel.

Bitpanda hat als eines von wenigen Krypto-Unternehmen nun eine Bafin-Lizenz. (Quelle: Unternehmen)

Bitpanda Gründer Christian Trummer (von links), Paul Klanschek und Eric Demuth

Bitpanda hat als eines von wenigen Krypto-Unternehmen nun eine Bafin-Lizenz. (Quelle: Unternehmen)

Frankfurt Inmitten einer der größten Krypto-Skandale der Geschichte vermeldet die österreichische Krypto-Handelsplattform Bitpanda einen wichtigen Meilenstein: Sie erhält eine Lizenz der deutschen Finanzaufsicht Bafin zur Verwahrung und zum Eigenhandel von Kryptowährungen. Das teilte die Wiener Firma am Dienstagmorgen mit.

Bislang haben in Deutschland nur vier Unternehmen eine Krypto-Verwahrlizenz der Bafin erhalten, darunter etwa auch die Kryptobörse Coinbase.

„Wir haben lange auf diese Lizenz hingearbeitet und freuen uns, dass wir sie endlich bekommen haben. Dass der Erhalt nun zu einer Zeit kommt, wo die gesamte Kryptobranche in Aufruhr ist, haben wir uns so nicht ausgesucht“, sagte Mitgründer und CEO Eric Demuth dem Handelsblatt.

Bitpanda will laut Demuth beweisen, dass man es ernst meint, wenn es darum geht, dass die Sicherheit von Kunden oberste Priorität hat. Dazu hat die Wiener Plattform bei KPMG auch eine Sonderprüfung der Assets beauftragt. Zudem versichert er: „Die Assets unserer Nutzer sind sicher. Ich kann versichern, dass wir da sind, wenn man uns braucht.“

Bitpanda richtet sich zum einen selbst direkt an Endkunden, die auf der eigenen Plattform etwa mit Kryptowährungen, Aktien oder Rohstoffen handeln können. Das Unternehmen bietet aber seit diesem Jahr auch anderen Unternehmen seine technische Infrastruktur als sogenannte White-Label-Lösung an.

Erfolg nach schwierigem Jahr

Erst kürzlich gewann Bitpanda so auch die Berliner Smartphonebank N26 als Kunden. Die Partnerschaft war allerdings bisher nur auf Österreich ausgelegt, da eine Bafin-Lizenz fehlte. Diese Hürde hat Bitpanda nun genommen.

Eine N26-Sprecherin teilte auf Anfrage mit: „Wir beabsichtigen, N26 Krypto über die kommenden Monate schrittweise in weiteren europäischen Märkten verfügbar zu machen. Zu unseren Plänen für die Markteinführung des Produkts äußern wir uns zu gegebener Zeit.“

Die Turbulenzen des Jahres gingen allerdings auch an Bitpanda nicht spurlos vorbei. Im Juni trennte sich die Firma von etwa 270 ihrer bis dato 1000 Mitarbeiter.

Bitpanda begründete den Schritt damals mit einer dramatisch veränderten Marktlage wegen geopolitischer Spannungen, steigender Inflation und der Sorge vor einer bevorstehenden Rezession. Deshalb sei auch das Kostenmanagement entscheidend. Insgesamt zählt Bitpanda nach eigenen Angaben fast vier Millionen Kunden.

Während Bitpanda nun nach etwa 1,5 Jahren Wartezeit die Bafin-Lizenz erhalten hat, müssen sich zahlreiche andere Plattformen wie etwa auch Marktführer Binance noch gedulden.

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