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23.09.2022

14:58

Versicherung

Ottonova-Chef Roman Rittweger wechselt in den Aufsichtsrat

Von: Susanne Schier

Der Gründer des Online-Krankenversicherers gibt den Chefposten zum Jahreswechsel ab. Zudem stehen weitere personelle Veränderungen im Vorstand des Münchner Insurtechs an.

Vorstand der Ottonova-Holding

Vorstand der Ottonova-Holding

Neben Gründer und CEO Roman Rittweger (vorne im Bild) hat das Führungsgremium des Online-Krankenversicherers derzeit fünf weitere Mitglieder.

Frankfurt Roman Rittweger, Gründer und Chef des Online-Krankenversicherers Ottonova, wechselt zum Jahresende in den Aufsichtsrat des Münchner Start-ups. Sein Nachfolger wird Bernhard Brühl, der seit 2018 im Vorstand von Ottonova für die Kundenbetreuung und Tarifentwicklung verantwortlich ist. Das will das Unternehmen an diesem Freitag verkünden, wie das Handelsblatt vorab erfahren hat.

„Mein Ziel war es, die Branche der privaten Krankenversicherer aufzumischen und das Gesundheitswesen digitaler zu machen“, sagt Rittweger. Aus seiner Sicht habe er das erreicht. Daher sei nun ein guter Zeitpunkt, sich aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen.

Dass Brühl, ein promovierter Wirtschaftsmathematiker und Aktuar, den Mediziner und ehemaligen McKinsey-Berater Rittweger ablöst, passt zum derzeitigen Trend: Start-ups fokussieren sich im konjunkturell schwierigen Umfeld mehr auf das Kerngeschäft und das Erreichen der Gewinnschwelle als auf starkes Wachstum.

Nach Abschluss der jüngsten Finanzierungsrunde mit einer Eigenkapitalerhöhung von 34 Millionen Euro hatte auch Rittweger vor wenigen Wochen erklärt, dass man sich momentan darauf konzentriere, dass „das bestehende Geschäft wächst und in naher Zukunft profitabel wird“.

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    Das Unternehmen, das seit 2017 über eine Bafin-Lizenz als Krankenversicherer verfügt, hat über 35.000 Kunden. Neben der Krankenvollversicherung bietet Ottonova auch Krankenzusatzversicherungen und Softwarelösungen für die Versicherungsbranche an.

    Ottonova verkleinert den Vorstand von sechs auf vier Personen

    Für Ottonova bedeutet der Wechsel von Rittweger einen Einschnitt, da der Gründer – wie so oft bei Start-ups – bislang das wichtigste Gesicht in der Außendarstellung ist. Das Insurtech war allerdings nicht die erste Unternehmensgründung von Rittweger. Zuvor hatte er bereits Almeda, einen Dienstleister für Nachfrage- und Krankheitsmanagement für Krankenversicherungen, aufgebaut.

    Rittweger sei immer auf der Suche nach dem nächsten „Game Changer“ im Gesundheitswesen, heißt es in der Mitteilung von Ottonova. Der scheidende Firmenchef wird sich daher sicherlich nicht allein auf seiner Position als Aufsichtsrat ausruhen. Konkrete neue Pläne sind aber noch nicht bekannt.

    Daneben gibt es weitere Veränderungen im Ottonova-Vorstand: Der für die Bereiche Produkt und IT zuständige Peter Bauer wird den Krankenversicherer bereits Ende November verlassen und eine neue Herausforderung in der Medizintechnik annehmen.

    Ab Januar 2023 wird sich der Vorstand nur noch aus vier statt bisher sechs Personen zusammensetzen. Ottonova räumt damit auch ein, dass das bisherige Führungsgremium im Verhältnis zur Unternehmensgröße mit gut 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eher groß war. Neben dem neuen Firmenchef Brühl bleiben künftig Finanzvorstand Martin Betzwieser, Marketing- und Vertriebschef Jesko David Kannenberg und der für die Wachstumsstrategie zuständige Christopher Koker an Bord.

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