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28.01.2019

13:29

Andreas Treichl

Österreichischer Bankenchef rät zum Zusammenschluss der Deutschen Bank mit Sparkassen

Eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank hält der CEO der Erste Group Bank für „more of the same“. Er hat einen anderen Vorschlag für die Deutsche Bank.

Der CEO der Erste Group Bank ist einer der dienstältesten Bankenchefs. Reuters

Andreas Treichl

Der CEO der Erste Group Bank ist einer der dienstältesten Bankenchefs.

WienAndreas Treichl, CEO der österreichischen Erste Group Bank und einer der dienstältesten Bankenchefs in Europa, hat einen Rat für Deutschlands angeschlagenen Bankensektor: Die Deutsche Bank, die größte nationale Bank, sollte mit den dominanten Sparkassen zusammengeschlossen werden.

„Die Lösung wäre nicht ein Zusammengehen von Commerzbank und Deutscher Bank, das wäre nur ’more of the same’“, erklärte Treichl am Montag vor Journalisten in Wien. „Die Lösung wäre ein Zusammengehen der Deutschen Bank mit den deutschen Sparkassen.“

Durch den Zusammenschluss würde eine der größten Banken der Welt entstehen, mit ausreichend Finanzkraft für die deutsche Industrie überall auf der Welt, unterstützt durch etwa 30 Prozent der Einlagen, sagte Treichl. „Dann hätten wir endlich in Europa eine Bank“, die mit den Instituten in den USA und China „mithalten könnte“, erläuterte Treichl bei einer Veranstaltung zum 200. Geburtstag der Erste Bank in Österreich.

Er sei sich bewusst, sagte Treichk, dass dies nie zustande kommen werde, auch wenn es „nicht nur für Deutschland, sondern auch für ganz Europa ein Segen“ wäre.

Am Finanzmarkt kursieren seit Monaten Spekulationen über eine sich abzeichnende Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank. Wie das Handelsblatt berichtete, macht die Bundesregierung hinter den Kulissen Werbung für eine solche nationale Lösung.

Kommentare (4)

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Frau Susanne Margit

28.01.2019, 13:51 Uhr

Das ist sicherlich interessant, doch die Welten sind sehr weit auseinander. Die Sparkassen ticken noch viel konservativer, um nicht zu sagen rückständiger.

Herr Harry Pasiak

28.01.2019, 15:28 Uhr

Sehr interessant, aber nicht durchführbar... Zustimmen würde ich auf jeden Fall der Aussage zum Zusammenschluss von Coba und DB - "more of the same".

Herr Andre Peter

28.01.2019, 18:53 Uhr

Der österreichische Bankenchef kennt weder die Deutsche Bank noch die Sparkassen und deren Eigentümerstruktur.
Die Sparkassen sind Politiker - geführt.
Die Deutsche Bank ist eine Aktiengesellschaft mit mehrheitlich nicht europäischen Anteilseignern, die in der Regel kompetent sind.
Es ist schon interessant, wie Scholz und der österreichische Bankenchef sich Gedanken macht um die Deutsche Bank.
War es 2007 nicht Josef Ackermann, der die Welt vor den amerikanischen Asset - Backed - Securities warnte? Damit war er letztendlich der EINZIG MUTIGE, der noch schlimmeres verhinderte!
Die Deutsche Bank ist kompetent, die Politiker sind es nur selten.
Es wäre seitens der Politik folgendes nötig:
EZB Einlagezins auf NULL.
Überregulierung reduzieren.
Wie lange dauert es noch bei den Politikern, bis der Groschen fällt? Oder will man die Deutsche Bank verstaatlichen? Will man wie in sozialistischen und kommunistischen Systemen die alleinige Macht bei den selten begabten Politikern sehen? Jene Politiker, die sich zudem massiv gegen intelligente Einflüsse wehren (vergleiche AKK, Spahn, Ziemiak gegen Friedrich Merz)

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