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12.07.2017

10:36 Uhr

Ergebnis im zweiten Quartal

Vize-Chef der Deutschen Bank dämpft Erwartungen

Der Vize der Deutschen Bank, Marcus Schenck, erwartet ein eher schwächeres zweites Quartal. Ausschlaggebend dafür: Die zuletzt durchwachsene Entwicklung an den Märkten. Auch EZB-Chef Draghi sei ein Faktor.

„Das war kein Quartal, in dem es gebrummt hat.“ dpa

Marcus Schenck

„Das war kein Quartal, in dem es gebrummt hat.“

FrankfurtDer stellvertretende Deutsche-Bank-Chef Marcus Schenck hat die Erwartungen an das Abschneiden im Frühjahr gedämpft. Man habe aus den USA bereits gehört, dass es an den Märkten ein durchwachsenes Quartal gewesen sei. „Das war kein Quartal, in dem es gebrummt hat“, sagte Schenck am Mittwoch bei der CFO-Tagung des Handelsblatts in München. Die anderen Bereiche, in denen die Bank aktiv ist, seien aber nicht so volatil. Von der Deutschen Bank befragte Analysten hatten Ende Juni im Schnitt ein Quartalsergebnis vor Steuern von knapp 800 Millionen Euro erwartet.

Die Ertragsschwäche hat nach Schencks Ansicht vor allem auch mit dem niedrigen Zinsumfeld in Europa zu tun. Es sei zwar nicht die Aufgabe von EZB-Chef Mario Draghi, sich um das Wohlergehen der Banken zu kümmern. Tatsache sei jedoch, dass gerade europäische Banken hier zu einem hohen Maß betroffen sind.

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Ein anderer deutlicher Unterschied zwischen Europa und den USA: Die Gebühren bei Börsengängen. Während hierzulande lediglich Gebühren von 1,8 bis drei Prozent möglich sind, stehen in den USA Gebühren von sechs Prozent an der Tagesordnung. „Das muss man sehen, wenn man die Ertragslage europäischer mit amerikanischen Banken vergleicht“, so Schenck wörtlich.

Schenck war bis Ende Juni Finanzvorstand der Bank und ist seither für das Investmentbanking verantwortlich. Zudem stieg er zu einem der beiden Stellvertreter von Vorstandschef John Cryan auf.

Der Vorstand der Deutschen Bank

Fakten zum Vorstand

Christian Sewing ersetzte den Briten John Cryan Anfang April 2018 an der Spitze der Deutschen Bank. Auch die Vorstandsreihe hinter dem neuen Vorstandsvorsitzenden wurde radikal umgebaut.

Christian Sewing

Sewing, bisher Leiter des Privatkundengeschäfts, beerbte den Briten Cryan an der Spitze des Instituts. Kein anderer Vorstand kennt die Bank so gut wie der 47-Jährige: Von seinen 29 Jahren Berufserfahrung stand er 27 Jahre lang im Dienste der Deutschen Bank.

Garth Ritchie

Zum neuen Stellvertreter des Vorstandschefs wird wohl Garth Ritchie befördert. Gleichzeitig wird der Südafrikaner alleinverantwortlich für den Bereich Investmentbanking. Ritchie arbeitet seinem Profil beim Karriereportal LinkedIn zufolge seit 1996 für die Bank.

Karl von Rohr

Der Arbeits- und Rechtsvorstand rückte mit zusammen Sewing als dessen Vize nach oben. Der neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende ist seit 1998 bei der Deutschen Bank beschäftigt.

Frank Strauß

Zu den Gewinnern des Revirements im Vorstand der Deutschen Bank gehört auch Frank Strauß, der durch die Beförderung Sewings alleiniger Chef der Privatkundensparte der Bank würde. Der Bankkaufmann und ehemalige Eishockeyspieler bleibt gleichzeitig Vorsitzender der Postbank, die seit 2015 eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bank ist.

James von Moltke

James von Moltke, früher Treasury-Chef der US-Bank Citigroup, ist neuer Chief Financial Officer.

Kim Hammonds

Die langjährige Boeing-Managerin bringt als Technologiechefin die Informationssysteme der Bank auf Vordermann. Sie hatte zunächst als Generalbevollmächtigte begonnen und rückte im August 2016 in den Vorstand.

Stuart Lewis

Der Brite war bereits vor dem großen Umbau im Jahr 2015 Risikovorstand – und ist es geblieben.

Sylvie Matherat

Die Französin war seit gut einem Jahr bei der Bank, bevor sie im Oktober 2015 in den Vorstand einzog. Sie kümmert sich um die Bereiche Regulierung, gute Unternehmensführung und Kampf gegen Finanzkriminalität.

Nicolas Moreau

Der Franzose blickt auf eine mehr als 25-jährige Karriere beim französischen Versicherungskonzern Axa zurück, wo er zuletzt das Frankreich-Geschäft leitete. Zum 1. Oktober 2016: Wechsel in den Vorstand der Deutschen Bank mit der Zuständigkeit für die Vermögensverwaltung (Deutsche Asset Management). Sein Sitz: London.

Werner Steinmüller

Der Banker arbeitet seit 1991 für das Institut und führte seit 2004 die Transaktionsbank, die etwa Zahlungsdienstleistungen und Handelsfinanzierungen anbietet. 1. August 2016: Aufstieg zum Vorstand für das Asien-Geschäft mit Sitz in Hongkong.

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Kommentare (5)

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Herr Toni Ebert

12.07.2017, 11:16 Uhr

Es wird dauern, bevor man die Ackermann-Seuche auskuriert hat. Alles braucht seine Zeit undd as was Ackermann gemacht hat, ist schlimmer, als die Pest. Und so lange die D. Bank nicht offen aufführt, was Ackermann wirklich angerichtet hat, wird sich nichts ändern.

So lange man eine (Pest) Idol nicht vom Thron herunter holt, kann Heilung nicht kommen. Ähnlich ergeht es der westlichen Welt, die noch immer den Plagiator und Wissensdieb Einstein bewundern. So lange meine seine Machenschaften nicht offen zugibt, wird die Welt auch weiterhin in Kriege und Umwelt-Probleme verwickelt werden.

Herr Lothar Bitschnau

12.07.2017, 11:18 Uhr

Marcus Schenck:
„Das war kein Quartal, in dem es gebrummt hat.“
Der Jargon ist für mich etwas befremdlich für die Branche und erinnert mich an alte Zeiten dieser Bank.

Herr Toni Ebert

12.07.2017, 11:42 Uhr

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