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03.06.2019

09:00

Extel-Umfrage 2019

Das sind die besten Broker für deutsche und europäische Aktien

Von: Anke Rezmer

Unter Aktienresearch-Anbietern ist die Konkurrenz härter geworden. Wer die wichtige Rangliste für deutsche Aktienanalysten und -broker in diesem Jahr anführt.

Länder-Spezialisten und große Broker liegen vorn  dpa

Commerzbank-Logo

Im Aktienresearch belegt die Commerzbank laut einer neuen Rangliste Platz zwei.

Frankfurt Konkurrenz bringt bekanntlich Bewegung ins Geschäft. Den Wettbewerb unter den Anbietern von Aktienresearch und -handel in Europa hat die neue EU-Regel Mifid II im Jahr 2018 in jedem Fall verschärft.

Dass Investoren Analysen nun direkt bezahlen müssen, statt wie zuvor indirekt beim Handel von Aktien, macht sie wählerischer. Statt Analysen von rund zehn Brokern zu lesen, kämen sie nun mit der Hälfte aus, beobachtet David Enticknap, Chef des Marktforschers Extel, der zum britischen Haus Institutional Investor gehört.

Ranglisten geben Orientierung zur Qualität der Analysen – etwa die internationale Umfrage von Extel unter gut 14.400 Fondsmanagern, Analysten und Finanzexperten. In diesem Jahr setzt sich hier als bester Broker für deutsche Aktien das Frankfurter Haus Mainfirst durch – mit einem hauchdünnen Vorsprung vor der jahrelang erstplatzierten Commerzbank.

Für Europa ist die Bank of America an die Spitze geklettert vor der Schweizer UBS, die Platz zwei verteidigt. Die Ergebnisse für Deutschland liegen dem Handelsblatt exklusiv vor.

„Die Teilung des Marktes verstärkt sich – in internationale Broker und solche mit tiefer lokaler Expertise“, erklärt Einticknap. Im Ranking für deutsche Aktien behaupten sich seiner Einschätzung nach die Anbieter, die große wie kleine Unternehmen im Blick haben.

Grafik

Der beste Broker mit einer hauchdünnen Mehrheit von 12,7 Prozent der Stimmen ist Mainfirst. Der Anbieter, der vom US-Haus Stifel übernommen wurde und selbst das europäische Aktiengeschäft des US-Brokers Raymond James gekauft hat, stockt derzeit seine Analyseabteilung um 14 Experten auf: 30 Analysten covern nun 92 deutsche Aktien, auch von kleineren Firmen.

Die Commerzbank liegt dicht dahinter: 25 Analysten beobachten dort 150 Aktien. Dort überzeuge der Fokus auf deutsche Aktien, lobt Enticknap. Den Ausbau der Analyse kleinerer und mittelgroßer Werte hebt Aktienresearch-Chef Christoph Dolleschal hervor in einer Zeit, in der dieses Research eher zurückgefahren werde.

Von Rang zehn auf fünf steigt Oddo BHF, die 2019 außer im Research laut Extel vor allem im Handel hervorstachen. 15 Analysten covern dort 90 deutsche Werte. Um vier Plätze auf Rang zehn abgerutscht ist Warburg. Ein Umbau im Management sorge für Unsicherheit, meint Enticknap.

Bestes Wertpapierhaus für europäische Aktien ist das US-Institut Bank of America Merrill Lynch, das von Rang sechs aufgestiegen ist. Der Konkurrenzdruck schaffe mehr Kundenorientierung, erklärt Enticknap. Große globale Broker stünden bei Investoren für Expertise bei großen Firmen, Makroökonomie, Handel und Börsengängen.

Rang zwei behauptet die Schweizer UBS. Die britische Barclays hat es erneut unter die Top Ten in Europa geschafft. Dagegen ist die französische Bank Soc Gen nicht mehr unter den besten zehn. Finanzkreisen zufolge ist ein Analystenteam von Soc Gen zu Barclays gewechselt.

In der Extel-Umfrage bewerten Finanzexperten aus 1.300 Firmen zudem das Stuttgarter Haus Tresides als besten Fondsanbieter vor der DWS der Deutschen Bank und Allianz Global Investors.

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