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07.02.2019

11:35

Großbank

Der Sparkurs wirkt – Unicredit legt trotz Krise in Italien gute Zahlen vor

Von: Regina Krieger

2018 war für die Unicredit das beste Jahr seit einer Dekade. Ein neuer Strategieplan der HVB-Mutter soll im Dezember in London präsentiert werden.

Die Bank hat im Schlussquartal 1,73 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Reuters

Unicredit

Die Bank hat im Schlussquartal 1,73 Milliarden Euro Gewinn gemacht.

RomDie großen Banken in Italien stecken die Krise in ihrem Land erstaunlich gut weg. Nach den guten Zahlen von Intesa Sanpaolo meldete auch die Großbank Unicredit am Donnerstag für das Jahr 2018 einen bereinigten Nettogewinn von 3,85 Milliarden Euro – ein Plus von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

2018 sei das beste Jahr seit einer Dekade gewesen, sagte CEO Jean-Pierre Mustier in Mailand, Unicredit sei eine gewinnbringende paneuropäische Bank. Im Dezember stellt der Franzose in London den neuen Strategieplan vor.

Vor allem im vierten Quartal 2018 hat die HVB-Mutter dank eines positiven Steuereffekts von 887 Millionen Euro mehr erreicht als Analysten geschätzt hatten. Der Nettogewinn lag im Schlussquartal bei 1,73 Milliarden Euro, 2017 waren es im Vergleichszeitraum 801 Millionen gewesen. Das Quartalsergebnis liegt bei 840 Millionen, obwohl die Einnahmen um ein Prozent auf 4,86 Milliarden Euro sanken. Die Risikovorsorge stieg allerdings um 11 Prozent.

Die Großbank profitiert damit von ihrem radikalen Sparkurs. Mustier hatte diesen nach seinem Amtsantritt 2016 in die Wege geleitet, woraufhin 14.000 Stellen entfielen und 881 Filialen geschlossen wurden. Zudem trieb Mustier den Abbau fauler Kredite voran, indem er große Pakete notleidender Darlehen an Investoren verkaufte.

Analysten hatten dem Institut nur ein Nettoergebnis von 719 Millionen Euro und Einnahmen von 4,87 Milliarden Euro zugetraut. Unicredit schüttet wie Intesa eine Dividende aus, doch die fällt mit 27 Cent schlechter aus als im Jahr davor, als 32 Cent pro Aktie gezahlt wurden. Die Kernkapitalquote der Mailänder Bank sank 2018 auf 12,07 Prozent, im Jahr davor waren es 13,6 Prozent gewesen.

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Bei dem Sanierungsplan sei man dem selbst gesetzten Zeitplan deutlich voraus, sagte Mustier. Für 2019 strebt er weiterhin einen Gewinnanstieg auf 4,7 Milliarden Euro an. Die Kernkapitalquote soll bei zwölf bis 12,5 Prozent liegen. Für Deutschland fallen die Zahlen nicht ganz so rosig aus. Der Gewinn lag 2018 mit 2,5 Milliarden um 8,3 Prozent unter dem Vorjahresergebnis und bereinigt 5.9 Prozent niedriger. Doch sei die Zahl neuer Großkunden gestiegen.

An der Börse kam die Veröffentlichung sehr gut an: Unicredit-Papiere waren bei Investoren sehr gefragt und verteuerten sich in der Spitze um fast fünf Prozent.

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