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05.09.2019

17:54

Handelsblatt Banken-Gipfel

Firmenkundenbanker bleiben trotz Digitalisierung gefragt

Von: Michael Brächer

Die Digitalisierung macht vor dem Firmenkundengeschäft der Banken nicht halt – doch die Revolution braucht Zeit, vor allem bei komplexen Problemen.

Wer geht besser auf die Bedürfnisse von Firmenkunden ein: Banken oder Startups? Marc-Steffen Unger für Handelsblatt

Handelsblatt Bankengipfel 2019

Wer geht besser auf die Bedürfnisse von Firmenkunden ein: Banken oder Startups?

Frankfurt Wer geht besser auf die Bedürfnisse von Firmenkunden ein: Banken oder Startups, die maßgeschneiderte Lösungen versprechen? Bei der Diskussion zwischen Michael Diederich, Wolfgang Fink und Marko Wenthin auf dem Banken-Gipfel wurde schnell deutlich: Beide Seiten lassen nichts anbrennen – und haben manchmal mehr gemeinsam, als sie denken.
Die Institute seien träge und hätten die Bedürfnisse ihrer Kundschaft nicht im Blick, lautet eine häufige Kritik aus dem Fintech-Lager. Von wegen: „Auch große Häuser kümmern sich um Kundenzufriedenheit, und das nicht erst, seit die Konkurrenz da ist!“, sagt Michael Diederich, Vorstandssprecher der Hypovereinsbank. Ähnlich äußerte sich Wolfgang Fink, der für die US-Bank Goldman Sachs das Deutschland- und Österreich-Geschäft verantwortet.
Aber auch Marko Wenthin, der mit seiner Fintech-Bank Penta den Markt aufmischen will, räumte mit einem Vorurteil auf. Immer wieder werfe man Start-Ups vor, die Regulatorik nicht ernst genug zu nehmen. „Natürlich würden wir einen Teufel tun, sie nicht zu erfüllen!“, sagt Wenthin. Doch wolle man dabei schlauer sein als die Banken – und die benötigten Daten etwa automatisch aus dem Handelsregister erheben. Das Startup führt Geschäftskonten für kleine und mittlere Unternehmen, bietet aber auch andere Dienstleistungen an – etwa Hilfe bei der Buchhaltung.
Dass neue Wettbewerber den Markt aufmischen, sieht HVB-Chef Diederich positiv: „Die Veränderung zwingt uns dazu, Dinge zu hinterfragen und besser zu machen“. Dabei macht die Digitalisierung auch vor dem Firmenkundengeschäft nicht halt. „Da passiert eine ganze Menge“, sagte Goldman-Manager Fink. So spielten Algorithmen bei der Analyse von Unternehmensdaten in seinem Haus eine wachsende Rolle. Aber: „Je größer und komplexer ein Kreditgeschäft, desto eher brauchen Sie die manuelle Komponente“. Ein Trost für die Firmenkundenbanker: Wenn es ums große Geld geht, werden sie noch gebraucht.

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