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09.04.2019

14:34

Institute

JPMorgan-Ranking: Deutsche Bank ist die schlechteste Investmentbank

Die europäischen Investmentbanken hängen der amerikanischen Konkurrenz hinterher. Das zeigt zumindest der jüngste Report der amerikanischen Bank JPMorgan.

In einem Ranking der US-Bank JPMorgan schlägt sich die schlechte Performance des größten deutschen Geldinstituts nieder. Reuters

Die Deutsche Bank in Frankfurt am Main

In einem Ranking der US-Bank JPMorgan schlägt sich die schlechte Performance des größten deutschen Geldinstituts nieder.

Die Deutsche Bank hat in einer von JPMorgan Chase & Co. erstellten Rangordnung der europäischen und US-amerikanischen Investmentbanken den letzten Platz belegt. Der Grund dafür: Die anhaltende Besorgnis um die Handelserträge.

Auch die Analysten um Kian Abouhossein haben am Dienstag ihre Prognosen für die Deutsche Bank „hauptsächlich aufgrund niedrigerer Handelserlöse“ gesenkt. Darüber hinaus würden die europäischen Kreditinstitute generell ein schwächeres erstes Quartal vorweisen als ihre amerikanischen Kollegen, schrieben die Analysten. Die Kosten seien zu hoch.

Auch die Deutsche Bank selbst hat im März in ihrem Geschäftsbericht darauf hingewiesen, dass die Rahmenbedingungen in dem Geschäftsfeld weiterhin schwierig sind. Sergio Ermotti, CEO von der Schweizer UBS Group AG, beschrieb das erste Quartal als eines der schwierigsten seit Jahren. Die französische Société Générale SA kündigte Stellenstreichungen an.

JPMorgan senkte die Schätzung des bereinigten Gewinns je Aktie der Deutschen Bank für das Quartal um sieben Prozent. Das ist die größte Abwärts-Korrektur unter den acht betrachteten Kreditinstituten. Durchschnittlich senkte sie ihre Gewinnerwartung um drei Prozent. Die einzige Bank, für die die Schätzung nicht korrigiert wurde, war die UBS.

Die Erträge der Deutschen Bank aus dem Handel mit Wertpapieren sind in sieben aufeinander folgenden Quartalen gesunken. Dieses Problem ist ein großes Thema in den Gesprächen des Kreditinstituts mit dem Konkurrenten Commerzbank AG über eine mögliche Fusion. Ein Grund, warum die Deutsche Bank eine Fusion anstrebe, sei, die große Abhängigkeit vom sehr schwankungsanfälligen Handelsgeschäft zu reduzieren, berichteten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

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Die von der Bank erstellte aktuelle Konsensschätzung für das erste Quartal geht von einem Rückgang der Handelserlöse um 18,6 Prozent aus. Die Bank wird am 26. April die Ergebnisse des ersten Quartals bekanntgeben. Das erste Quartal ist bei den Handelserträgen traditionell das stärkste für die Bank.

Die Erträge des zweiten Quartals werden „entscheidend sein, um die Jahres-Performance zu bewahren“, schrieben die Analysten von JPMorgan in ihrer Mitteilung.

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