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09.08.2019

12:13

Interne Kreise

Umbau des Investmentbankings gefährdet offenbar hunderte Jobs bei UBS

Obwohl das Geschäft bei Deals und Aktienplatzierungen hervorragend läuft, will UBS umstrukturieren. Zahlreiche Stellen wären dann betroffen.

UBS: Umbau des Investmentbankings gefährdet wohl hunderte Jobs Reuters

UBS

Die Bank will die Zusammenarbeit zwischen Dealmakern und Wealth-Management intensivieren.

New York/Zürich Nach fast einem Jahr an der Spitze der Investmentbank der UBS arbeiten die Co-Chefs Piero Novelli und Rob Karofsky wohl an ihrer ersten Umstrukturierung des Geschäfts. Novelli, der den Bereich Deals leitet, erwägt unterrichteten Kreisen zufolge eine Umbesetzung seines Führungsteams. Er und Handelschef Karofsky versuchen eine Sparte neu aufzustellen, die im vergangenen Jahr volatile Ergebnisse aufwies. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Ihre Pläne könnten Hunderte von Stellenkürzungen nach sich ziehen, sagten die Personen, die um Anonymität baten, da die Überlegungen vertraulich seien. Die Gespräche befinden sich im Anfangsstadium und es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, hieß es weiter. UBS lehnte eine Stellungnahme ab.

Die UBS ist bestrebt, die Zusammenarbeit zwischen den Dealmakern und der Wealth-Management-Sparte zu intensivieren und gleichzeitig den Schwerpunkt auf die Branchen zu legen, die für ihre reichsten Kunden am interessantesten sind. Für die Schweizer Bank hat sich dieser Ansatz im laufenden Jahr bereits als erfolgreich erwiesen.

Das Geschäft mit der Beratung von Kunden bei Deals und Aktienplatzierungen lief im zweiten Quartal hervorragend, nachdem es in den ersten drei Monaten des Jahres noch um 48% eingebrochen war. Die Erholung war auch auf die Beraterrolle von UBS bei einer Reihe von Großtransaktionen zurückzuführen, einschließlich der Abspaltung des Kontaktlinsenherstellers Alcon Inc. von Novartis AG und der Übernahme des Verpackungsunternehmens Bemis durch Amcor Plc.

UBS hat auch auf ihr Netzwerk vermögender Kunden zurückgegriffen. Das Unternehmen half über ihre Investmentbank asiatischen Familien bei Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar in Immobilien in Manhattan. Der Bereich will auch stärker ins Geschäft mit Private-Equity-Unternehmen, Pensionsfonds und Staatsfonds kommen und talentierte Mitarbeiter von Konkurrenten gewinnen.

Dennoch war die Eigenkapitalrendite der Investmentbank im ersten Halbjahr mit 10 Prozent rund halb so hoch wie in den anderen UBS-Divisionen. Der Bereich hatte Ende Juni 5333 Mitarbeiter.

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