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10.10.2019

13:21

Kündigungsschutz verlängert

Tarifeinigung bei der Postbank: Gehälter steigen in zwei Schritten

Die Postbank und die Gewerkschaft Verdi haben ihren Tarifstreit beigelegt. Die neue Vereinbarung für die rund 12.000 Mitarbeiter des Instituts läuft bis Ende 2021.

Tarifeinigung bei der Postbank – die neue Vereinbarung im Detail dpa

Warnstreik Mitte September bei der Postbank

Der Tarifstreit ist beigelegt.

Königswinter Im Tarifkonflikt bei der Postbank hat es nach Angaben der Verhandlungspartner in der Nacht zum Donnerstag in Königswinter eine Einigung gegeben. Die Gehälter von rund 12.000 Mitarbeiter der zur Deutschen Bank gehörenden Postbank steigen insgesamt um 4,75 Prozent, teilte die Gewerkschaft Verdi am Montag mit.

Wie ein Mitglied der Verdi-Verhandlungskommission am Morgen sagte, soll es in zwei Schritten mehr Geld geben: 3,0 Prozent ab November 2019 und weitere 1,75 Prozent oder mindestens 110 Euro ab Januar 2021. Die Laufzeit des Tarifvertrages betrage 29 Monate bis Ende Dezember 2021. Außerdem sei der Kündigungsschutz bis zum 30. Juni 2023 verlängert worden. Die Beschäftigten der Postbank können nach Angaben der Gewerkschaft wählen, ob die Gehaltserhöhungen ausgezahlt oder in Freizeit umgewandelt werden sollen. Der Tarifeinigung müssen noch die Verdi-Mitglieder bei der Postbank in einer Urabstimmung zustimmen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft hat einstimmig die Annahme des Tarifvertrags, der eine Laufzeit bis zu 31. Dezember 2021 hat, empfohlen.

Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck zeigte sich zufrieden: „Nach vier komplizierten Verhandlungsrunden haben wir ein Ergebnis, das im Gesamtpaket zu spürbaren Verbesserungen der Arbeits- und Einkommensbedingungen führt.“ Der Abschluss sei ein „sehr gutes Signal“ in unsicheren Zeiten. Die Verhandlungsführerin der Postbank, Britta Lehfeldt, sprach von einem „tragfähigen Kompromiss“, der den Interessen von Mitarbeitern und Unternehmen gerecht werde. Für die Bank sei es jetzt wichtig, so schnell wie möglich die Folgen des Streiks zu beheben. Verdi hatte während der Tarifauseinandersetzung mehrfach zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Die zur Deutschen Bank gehörende Postbank bestätigte, dass es einen Tarifabschluss in der Nacht zum Donnerstag gegeben hat. Details würden im Laufe des Tages bekanntgeben, sagte ein Sprecher des Bonner Unternehmens auf Anfrage. Zuvor hatte der WDR über die Tarifeinigung in der Nacht berichtet.

Am 1. Oktober hatte die Postbank ihr Tarifangebot für rund 12.000 Beschäftigte nachgebessert, um unbefristete Streiks abzuwenden. Es sah bei einer Laufzeit von 29 Monaten eine Gesamterhöhung der Tarifgehälter von rund 4,1 Prozent vor.

Verdi hatte ursprünglich sieben Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten verlangt, wobei die Gehaltssteigerung wahlweise auch in Freizeit wandelbar sein sollte. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es immer wieder Warnstreiks in dem Tarifkonflikt bei der Postbank gegeben.

Kommentare (1)

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Herr Lothar Bitschnau

10.10.2019, 11:48 Uhr

Lohnsteigerungen werden sich nicht negativ auf Transformationsprozesse der Unternehmen auswirken. Ein Kündigungsschutz aber ist ungerecht gegenüber der großen Gruppe der motivierten Beschäftigten und zementiert einen Kostenblock. Er nimmt die Beweglichkeit auf dem Weg in die Zukunft, hin zur KI Leistung und macht konkurrenzunfähig.
Die Deutsche Bank hat schon reichlich Erfahrung damit.

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