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12.04.2019

19:35

Landesbank

„Keine Denkverbote“ – Viele Optionen für die BayernLB

Von: Christian Schnell, Yasmin Osman

Die Landesbank sucht eine Zukunftsstrategie. Dabei öffnet sich auch das Land verstärkt für bislang undenkbare Ideen.

Die Erkenntnis wächst: Mit eintrübender Konjunktur könnte das Geschäft für die Landesbank schwieriger werden. dpa

BayernLB

Die Erkenntnis wächst: Mit eintrübender Konjunktur könnte das Geschäft für die Landesbank schwieriger werden.

München, FrankfurtVon der „öffentlich-rechtlichen Familie“ sprach Stephan Winkelmeier noch vor wenigen Tagen. Da hatte der künftige Chef der BayernLB zum letzten Mal die Zahlen seines bisherigen Arbeitgebers, der Abwicklungsanstalt FMS, präsentiert. In einer solchen Familie komme es nicht auf wenige Wochen an. Winkelmeier geht deshalb davon aus, dass er seinen neuen Job zum 1. August antreten wird.

Bis dahin könnte es womöglich schon eine Tendenz geben, ob die BayernLB in Zukunft überhaupt noch ganz oder in Teilen zur öffentlich-rechtlichen Familien gehören soll. Nach Informationen des Handelsblatts gebe es momentan „keine Denkverbote“, hieß es aus dem Umfeld der Bank.

Aufsichtsratschef Wolf Schumacher und Interimschef Edgar Zoller arbeiteten derzeit an einer Reihe von Optionen, die über eine Aufspaltung, einen Teil- oder Vollverkauf bis hin zu einem Börsengang gehen. Stephan Winkelmeier, der neue Chef, ist bereits eingebunden.

„Wir arbeiten aus einer Position der Stärke an der künftigen strategischen Positionierung der Bank“, sagte Zoller im März. In den Modellen spielt die Direktbank DKB, die zuletzt 35 Prozent zum Gewinn beigetragen hat, eine entscheidende Rolle.

Mittlerweile soll auch die bayerische Staatsregierung offen für solche Überlegungen sein, heißt es in politischen Kreisen. Das Land besitzt 75 Prozent an der BayernLB, der Rest gehört den Sparkassen. Noch vor der Landtagswahl im Herbst hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen Verkauf abgelehnt. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuerst über die Verkaufsüberlegungen berichtet.

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Mittlerweile setze sich aber in Regierungskreisen die Erkenntnis durch, dass jetzt womöglich noch ein guter Zeitpunkt wäre, um einen guten Preis zu erlösen. Mit eintrübender Konjunktur könnte das Geschäft für die BayernLB, die im vergangenen Jahr ein Ergebnis von 869 Millionen Euro erzielt hat und die erfolgreichste Landesbank in Deutschland war, schwieriger werden.

Während der Finanzkrise vor zehn Jahren musste die BayernLB mit öffentlichen Geldern von zehn Milliarden Euro gerettet werden, wovon die Hälfte zurückgezahlt wurde.

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