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18.12.2018

15:25

Landesbank

NordLB will mit US-Finanzinvestoren weiterverhandeln

Cerberus, Großaktionär von Deutscher Bank und Commerzbank, könnte ab Februar auch bei NordLB mitmischen. Die Landesbank erwägt jedoch auch andere Optionen.

NordLB: Cerberus und Centerbridge womöglich vor Einstieg dpa

NordLB

Bislang gab die Landesbank noch keinem Finanzinvestor grünes Licht für einen Einstieg.

Die Beteiligungsfirma Apollo habe es zwar nicht in die letzte Runde des Bieterverfahrens geschafft, sei aber noch nicht endgültig aus dem Rennen, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Zudem verhandele die Bank auch bei einem zweiten Portfolio mit faulen Schiffskrediten über fast vier Milliarden Euro exklusiv mit Cerberus. Die NordLB äußerte sich nicht dazu.

Schon im November war bekannt geworden, dass Cerberus mit der Bank bereits konkret über den Kauf eines Pakets mit notleidenden Schiffsdarlehen über rund 2,5 Milliarden Euro verhandelt. Die NordLB hat jüngst betont, man mache große Fortschritte beim Vorhaben, den Bestand fauler Schiffsdarlehen auf unter fünf Milliarden Euro zu senken.

Ende September waren es noch 7,3 Milliarden Euro. Apollo war laut Finanzkreisen eher daran interessiert, die faulen Schiffskredite in Milliardenhöhe zunächst in der NordLB zu belassen und nicht wie von den Eigentümern geplant rasch zu verkaufen.

Die Norddeutsche Landesbank hat zuletzt eingeräumt, dass die Suche nach einem Minderheitsinvestor bis Anfang 2019 dauern könnte. Finanzkreisen zufolge könnte man Ende Januar in exklusive Gespräche mit einem Bieter gehen und im Februar einen Deal unterzeichnen. An anderer Stelle hieß es, die Aufsicht plädiere für eine Lösung bis Februar.

Landesbank: NordLB will wohl mit konkret mit Cerberus über einen Einstieg verhandeln

Landesbank

NordLB will wohl mit konkret mit Cerberus über einen Einstieg verhandeln

Der US-Finanzinvestor Cerberus ist laut einem Insider bei den Verhandlungen dabei, zwei Beteiligungsfirmen buhlen um den zweiten Platz.

Im Gespräch ist ein Kapitalbedarf für die NordLB von rund 3,5 Milliarden Euro. Private Investoren könnten Insidern zufolge über eine Holding- Struktur einsteigen oder über eine sogenannte Pflichtwandelanleihe, die später in Aktien getauscht würde.

Cerberus ist in der deutschen Bankenlandschaft kein Unbekannter und will bei der Konsolidierung der Branche mitmischen. Der Großaktionär der Deutschen Bank und der Commerzbank hat mit Partnern die HSH Nordbank übernommen und als erste Landesbank privatisiert. Zum Centerbridge-Portfolio gehören Italiens Banca Farmafactoring und Walmart Canada Bank, zudem hatte der Investor die britische Bank Aldermore mit Kapital gestützt.

Neben dem Einstieg eines privaten Aktionärs könnte es auch zu einer öffentlich-rechtlichen Lösung und zu einem Zusammengehen der NordLB mit der Landesbank Hessen Thüringen (Helaba) kommen. „Wir reden weiter mit allen Seiten, auch mit Vertretern aus dem Landesbanken-Sektor“, sagte der niedersächsische Finanzminister und NordLB-Aufsichtsratschef Reinhold Hilbers am Montag in Hannover.

Niedersachsen hält knapp 60 Prozent an der NordLB, der niedersächsische Sparkassenverband rund 26 Prozent und Sachsen-Anhalt knapp sechs Prozent. Sollte die Helaba nicht zum Zug kommen, ist Kreisen zufolge ein Verkauf der Braunschweigischen Landessparkasse und des Verbundgeschäfts der NordLB eine Option.

Von

rtr

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