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19.12.2018

16:46

Die Frage nach den zukünftigen Anteilseignern der Landesbank bleibt weiterhin offen. dpa

NordLB

Die Frage nach den zukünftigen Anteilseignern der Landesbank bleibt weiterhin offen.

BerlinVertreter der NordLB und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) loten seit wenigen Tagen in verschiedenen Teams eine mögliche Fusion der beiden Landesbanken aus. Diese Initiative ist auf Druck der Träger zustande gekommen, bestätigten Finanzkreise dem Handelsblatt. Die Helaba gehört mehrheitlich den Sparkassen, bei der NordLB hat das Land Niedersachsen das Sagen.

Die Helaba hatte sich im Oktober zunächst entschieden, ein Angebot für eine Teilnahme an der anstehenden Kapitalerhöhung der NordLB abzugeben. Ein entsprechendes Bieterverfahren hatte das Land Niedersachsen initiiert.

Die NordLB ist schwach kapitalisiert, wird für 2018 einen Verlust ausweisen und hat ein schlechtes Rating. Mitte November kam die Helaba dann aber zu dem Schluss, „dass die Grundlage für die Abgabe einer bindenden Offerte“ nicht gegeben sei. Zwar wurde weitere Gesprächsbereitschaft signalisiert, doch Ende November gaben nur die Finanzinvestoren Cerberus, Centerbridge, Apollo und Advent ein Angebot ab.

„Jetzt ist wieder Bewegung hineingekommen“, sagte ein Beobachter mit Blick auf die neue Initiative der Helaba. Die Helaba strebt eine zeitnahe Fusion beider Institute an, keine Beteiligung.

„Von höchster Bedeutung wäre (...) eine enge und unumkehrbare Einbindung des Instituts in die Sparkassen-Finanzgruppe“, heißt es in einem Brief der Helaba an die Träger von Mitte November. Das ist ganz im Sinne von Helmut Schleweis, dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, der für eine Konsolidierung in der Branche wirbt.

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Nach der Privatisierung der HSH Nordbank sind derzeit mit der NordLB, Helaba, Landesbank Baden-Württemberg und BayernLB noch vier Landesbanken aktiv.

Auch der Aufsichtsratschef der NordLB, Reinhold Hilbers, plädiert für eine weitere Konsolidierung im Landesbankensektor. Gleichzeitig hält sich der CDU-Politiker, in Personalunion niedersächsischer Finanzminister, alle Optionen offen. So betonte er am Montagabend, dass die NordLB „kapitalmarktfähig“ werden soll. Das würde voraussetzen, dass das öffentlich-rechtliche Institut in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wird.

Was wiederum Sinn machen würde, wenn einer der Finanzinvestoren zum Zuge käme. Von den vier Finanzinvestoren ist bislang Advent ausgeschieden. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten Cerberus und Centerbridge. Aber auch sie haben noch keine klaren Kaufangebote vorgelegt. Cerberus gehört zu den neuen Eignern der ehemaligen HSH Nordbank.

Viel Zeit zum Taktieren bleibt nicht mehr. Das dürfte auch der Präsident der Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, bei seinem Gespräch am Dienstag mit Vertretern der Bank und der Träger deutlich gemacht haben.

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Mit dem geplanten Verkauf des notleidenden Schiffskredit-Portfolios der NordLB in Höhe von rund sieben Milliarden Euro wird noch einmal ein Abschlag fällig, der das Eigenkapital weiter belasten wird. Daher sollen die Maßnahmen zur Kapitalstärkung der Bank parallel laufen.

Die Verträge über den Verkauf dieser faulen Kredite gelten als unterschriftsreif. Der Käufer soll nach Informationen des Handelsblatts aus Eignerkreisen Cerberus sein. Gleichzeitig ist nicht ausgeschlossen, dass Cerberus neuer Minderheitsgesellschafter der NordLB werden könnte.

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