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16.08.2019

14:24

Minuszinsen

Strafzinsen für Privatkunden: Sparkassen und Volksbanken spielen mit dem Feuer

Von: Elisabeth Atzler

Immer mehr Bankvertreter liebäugeln mit Minuszinsen für Privatkunden. Das könnte Sparer vertreiben – und ist nur mit Zustimmung der Kunden möglich.

Die Banken halten mittlerweile auch Strafzinsen für private Kunden für möglich. dpa

Sparkassen und Volksbanken reden über Minuszinsen

Die Banken halten mittlerweile auch Strafzinsen für private Kunden für möglich.

Frankfurt Marija Kolak wählt ihre Worte mit Bedacht. Die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) ist keine Lobbyistin, die gern auf die Pauke haut. Beim Thema Negativzinsen hat die BVR-Chefin dennoch auch mit ihren vorsichtigen Worten für Schlagzeilen gesorgt:

Wenn sich das Thema der niedrigen Zinsen verstetige, würden „alle Banken das neu bewerten müssen“, sei es mit Blick auf Gebühren oder auf andere Themen, räumte Kolak kürzlich ein. Die Aufregung ist verständlich, bedeutet der Satz doch nichts weniger als das: Sie hält Strafzinsen von privaten Sparern für möglich.

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Kommentare (4)

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Herr Helmut Metz

16.08.2019, 17:44 Uhr

Auch deshalb ist es so ungeheuer wichtig, dass es Bargeld als Alternative zum Konto-Giralgeld gibt.
Dadurch besteht immer die Bedrohung für die Bank, dass die Kunden ihre Konten räumen, falls es zu Negativzinsen kommt. Und das ist natürlich auch einer der entscheidenden Gründe, weshalb man am liebsten das Bargeld verbieten möchte.
Das wird Ihr hipper Digitalgeld-"Experte" Arnulf Keese jedoch niemals begreifen. Dafür jedoch Ihr wirklicher Experte Norbert Häring:
"" Wie kann ein Normalbürger Negativzinsen auf sein Bankkonto umgehen, wenn es kein Bargeld mehr gibt?"
In der Gesamtheit der Kunden gar nicht. Der Einzelne kann zwar Gold oder etwas anderes kaufen. Aber dann landen die Guthaben eben auf dem Konto des Verkäufers. Außerdem werden die Preise von Gold, Aktien und Immobilien nach oben getrieben, wenn viele Anleger diese massenhaft kaufen wollen, um Negativzinsen zu vermeiden. Sie riskieren dann Wertverluste statt Negativzinsen, falls die Preisblase platzen sollte."
https://www.heise.de/tp/features/Schoenes-neues-Geld-kommt-die-totalitaere-Weltwaehrung-4159001.html?seite=all
Falls ich hier keine Bücher von einem Ihrer Redakteure empfehlen darf, dann müssen Sie das eben wieder löschen. ;-)

Herr Helmut da Silva

16.08.2019, 18:22 Uhr

Strafzinsen fürs Guthaben aufder Bank!! Aber nicht unsere Banken sind die Verursacher. Nein, es ist der Statthalter von Goldman Sachs Mario Draghi bei der EZB, dieser fährt Europa und den Euro an die Wand. Die Nachfolgerin, eine vorbestrafte Fr- Lagarde, die dem Unternehmer Bernard Tapie 400 Mio Euro zugeschanzt hat als Finanzministerin, oder als bekennende Vertragsbrecherin, die sagte: " Wir mußten die Verträge brechen um den euro zu retten". Da kommt auf uns Bürger der EU was zu, jetzt wird unser Geld bei der EZB von den größten Gaunern verwaltet. Das kann nicht gut gehen.
Es wird immer deutlicher, nur Bares ist Wahres. Deshalb ist der Kampf ums Bargeld um so wichtiger den je geworden. Widerstand ist das Gebot der Stunde. Die Politiker müssen die Angst haben, dass sie nach der nächsten Wahl egal ob Länder, Bund ihre übermäßigen Gehälter und Diäten verlieren, nur dann sind die bereit sich für uns, die Bevölkerung, einzusetzen.

Herr Jörg Buschbeck

16.08.2019, 18:37 Uhr

Man muss da nur mal den Anfang finden - die Minuszinsen wollen ja dem Sparer etwas zur volkswirtschaftlichen Realität sagen und diese Botschaft muss auch ankommen. Das Kreislaufkreisgewicht ist durch zuviel Geldsparpläne gestört, investiert bitte selbst, kreditwürdige Schuldner sind aus. Die Minuszinsen sind ja nur Folge und nicht etwa Ursache eines Problems. Niemand hat etwas gegen Sparen, nur Schuldscheine (Geld) ist dafür gar nicht länger geeignet. Das Schöne ist - Geld ist ein gesamtwirtschaftlicher Nullwert - mehr reale Investitionen machen uns netto reicher.

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