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18.10.2019

10:58

Schweizer Bank

Credit Suisse belastet Privatkunden ab 2020 mit Negativzinsen

Anhaltende Negativzinsen setzen die Credit Suisse unter Druck. Firmenkunden der Schweizer Bank müssen bereits in diesem Jahr mit Minuszinsen rechnen.

Credit Suisse belastet Privatkunden ab 2020 mit Negativzinsen Reuters

Credit Suisse

Privatkunden mit Franken-Barbeständen ab zwei Millionen Franken sollen ab 2020 negative Zinsen zahlen.

Zürich Vermögende Credit-Suisse-Kunden müssen für Franken-Konten in Zukunft Negativzinsen zahlen. „Wie dies andere Banken bereits seit längerem handhaben, führt auch die Credit Suisse Negativzinsen für Kunden mit sehr hohen Franken-Barbeständen ein“, erklärte eine Sprecherin der Schweizer Großbank am Freitag. „Grund dafür ist das anhaltende Negativzinsumfeld.“

Für Privat- und Firmenkunden mit Franken-Barbeständen ab zwei Millionen Franken belaufe sich der Zins auf Minus 0,75 Prozent, bestätigte sie Berichte der Nachrichtenagentur AWP. Bei Firmenkunden mit einem Bestand von über zehn Millionen Franken werde ein Zinssatz von minus 0,85 Prozent berechnet. Für Firmenkunden gelte die neue Regelung ab dem 15. November 2019, für Privatkunden ab dem 1. Januar 2020.

Für betroffene Unternehmen ist es schwierig, die Negativzinsen zu umgehen. Schließlich brauchen sie Liquidität, um die Firmen zu managen – beispielweise um Rechnungen oder Gehälter zu bezahlen.

Banken bezahlen ab einer gewissen Schwelle eine Gebühr von 0,75 Prozent für Gelder, die sie bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) parken. Auch der Leitzins liegt bei minus 0,75 Prozent. Damit will die Notenbank den Franken im Vergleich zu anderen Währungen für Investoren möglichst unattraktiv machen. Denn dieser ist in Krisenzeiten bei Anlegern als „sicherer Hafen“ gefragt. Doch ein starker Franken macht Schweizer Waren im Ausland teuer und schwächt somit die exportorientierte Wirtschaft.

Handelsblatt Premium

Von

rtr

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