MenüZurück
Wird geladen.

23.11.2018

04:25

Technologien

Bezahlen per Code und Auge – So sieht die Zukunft der elektronischen Überweisung aus

Eine Karte in ein Lesegerät zu stecken ist fast schon überholt. Längst gibt es neue Methoden zum bargeldlosen Zahlen – sogar per Gesichtserkennung.

In China bietet der Dienst Alipay das Bezahlen per Gesichtserkennungssoftware an. Science Photo Library/Getty Images

Biometrischer Scan

In China bietet der Dienst Alipay das Bezahlen per Gesichtserkennungssoftware an.

Das Austauschen von Daten ist Grundlage jedes elektronischen Zahlungsverkehrs. Zum täglichen Standard für viele Kunden gehört es, beim Einkaufen ihre Bank- oder Kreditkarte ins Kartenlesegerät einer Kasse zu stecken. Moderner und auf dem Vormarsch sind Verfahren über NFC, Barcode oder QR-Code.

In den USA und manchen Ländern Europas ist die NFC-Technologie, kurz für Near Field Communication, schon weit verbreitet. Über eine Distanz von maximal vier Zentimetern werden damit Daten verschlüsselt per Funk übertragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der NFC-Chip des Kunden in einer Bankkarte, einer Uhr oder – wie bei der Kaffeekette Costa in Großbritannien – in einem Kaffeebecher befindet.

Für NFC-Zahlungen per Handy brauchen die Geräte eine entsprechende Schnittstelle. Aufgrund der äußerst geringen Distanz gilt das Verfahren als sicher.

Auch via Barcodes und QR-Codes können Daten übertragen werden. Insbesondere in China sind die rechteckigen QR-Codes verbreitet. Die Technologie funktioniert sowohl in die eine als auch in die andere Richtung: Entweder generiert das Smartphone den Code, und der Kassierer scannt ihn ein. Oder der Code erscheint auf dem Kassenterminal, und der Kunde scannt ihn. Vorteilhaft beim QR-Code gegenüber dem Barcode ist die höhere Fehlertoleranz – etwa bei schlechten Lichtverhältnissen.

Weitere Technologien stellen sicher, dass kein Betrüger das Zahlungsmittel nutzt. Bislang verbreitet ist die Methode, bei der der Kunde bei Kartenzahlung eine PIN eingibt oder unterschreibt. Bei NFC-Zahlungen entfällt die PIN je nach Anbieter für Beträge bis 25 oder 50 Euro.

Von Apple bis Payback: Das Handy als Geldbörse – Mobile Bezahldienste im Überblick

Von Apple bis Payback

Das Handy als Geldbörse – Mobile Bezahldienste im Überblick

Beim Bezahlen per Smartphone oder App gibt es in Deutschland schon jetzt zahlreiche Dienste. Andere Konzerne legen jetzt erst los. Eine Orientierung.

Bei Smartphone-Bezahl-Apps, die auf NFC basieren, ist es bisher üblich, dass der Nutzer sein Gerät für solch kleinere Beträge nur „aufwecken“ muss, hingegen entsperrt er es komplett bei höheren Beträgen. Um Bar- oder QR-Codes zu scannen oder zu generieren, starten Kunden eine entsprechende App auf ihrem Handy und geben eine zusätzliche PIN ein.

Vom QR-Code bis zum Iris-Scan

Das lästige Erinnern an PINs dürfte bald der Vergangenheit angehören. Nach Einschätzung von Maximilian Harmsen wird die PIN in Zukunft von biometrischen Verfahren abgelöst. „Der Fingerabdruck wird schon vergleichsweise oft genutzt, auch die Gesichtsfelderkennung gewinnt langsam an Bedeutung“, urteilt der PWC-Berater. Letztere ist etwa als „Face-ID“ in iPhones im Einsatz.

In China macht Alipay mit „Smile to Pay“ beim Bezahlen sogar das Smartphone überflüssig. An Kassenterminals können Nutzer ihr Gesicht erkennen lassen und ihre Mobilfunknummer als Bestätigung eingeben. Auch die Authentifizierung per Iris-Scan wird bereits erprobt, etwa in einem Flüchtlingslager in Jordanien.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×