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20.02.2019

15:51

Top-10-Banken

Deutsche Bank hat höchste Kapitalanforderung

Die Deutsche Bank muss mehr Kapital vorhalten als die anderen großen, börsennotierten Banken im Euroraum. Das wies die EZB an.

Das Kapitalniveau muss laut EZB 2,75 Prozentpunkte über den Mindestanforderungen liegen. Reuters

Deutsche Bank

Das Kapitalniveau muss laut EZB 2,75 Prozentpunkte über den Mindestanforderungen liegen.

FrankfurtDie Deutsche Bank muss gemäß den Anforderungen der Europäischen Zentralbank mehr Kapital für ihre Aktiva vorhalten als jede ihrer großen europäischen Konkurrenten. Das schränkt die Fähigkeit des Frankfurter Geldinstituts ein, die Aktionärsrendite zu steigern. Société Générale hat mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen.

Kapitalquoten sind wichtig, weil Banken bei Ausschüttungen an Anleger und bei Mitarbeiterboni Beschränkungen unterliegen, wenn sie unter das erforderliche Niveau fallen. Zwei Diagramme zeigen, warum die Kreditinstitute unter Druck stehen, Aktionäre und Aufsichtsbehörden gleichermaßen zufrieden zu stellen.

Für 2019 wies die EZB die Deutsche Bank an, ein Kapitalniveau vorzuhalten, das 2,75 Prozentpunkte über den Mindestanforderungen liegt, um dem Risiko des Unternehmens Rechnung zu tragen. Das ist der höchste Aufschlag unter den zehn größten börsennotierten Banken des Euroraums.

Die EZB schlüsselt die Anforderungen zwar nicht auf, aber die überdimensionalen Aufwendungen für Fehlverhalten und Compliance-Sorgen bei der Bank dürften wohl zu dem Umfang beigetragen haben. Die Deutsche Bank übertrifft die Anforderung und sagt, dass sie den Großteil der Rechtskosten hinter sich habe und zu „kontrolliertem Wachstum“ zurückkehren wolle.

Auf der Basis der Zahlen zum Jahresende übertrifft die Société Générale ihren Kapitalbedarf um die geringste Spanne unter den Top 10 der börsennotierten Banken des Euroraums. Dabei werden sowohl die Anforderungen der EZB als auch die anderer Behörden berücksichtigt. Das Kreditinstitut plant, das Niveau anzuheben, indem es den Aktionären die Möglichkeit gibt, ihre Dividenden in Aktien zu erhalten, und erwartet einen weiteren Anstieg durch den Verkauf von Vermögenswerten.

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