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22.04.2019

19:29

US-Notenbank

Cain will von Trump doch nicht für Fed-Posten nominiert werden

Von: Katharina Kort

Der Ex-Restaurantmanager und Spendensammler sollte eigentlich Direktor der US-Notenbank werden. Jetzt bittet er Trump, ihn doch nicht zu nominieren.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Godfather’s Pizza wollte 2012 für die Republikaner sogar als Präsidentschaftskandidat antreten. AFP

Herman Cain

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Godfather’s Pizza wollte 2012 für die Republikaner sogar als Präsidentschaftskandidat antreten.

New YorkUS-Präsident Donald Trump muss sich einen neuen Favoriten für einen Direktor-Posten der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) suchen. Trump sagte, der von ihm bevorzugte Herman Cain stehe für den Posten nicht mehr zur Verfügung.

Trump hat am Montag getwittert: „Mein Freund Herman Cain, ein wirklich wunderbarer Mann, hat mich gebeten, ihn nicht für einen Sitz im Federal Reserve Board zu nominieren. Ich werde seine Wünsche respektieren.“ Der Präsident fügte hinzu: „Herman ist ein großartiger Amerikaner, der unser Land wirklich liebt!“

Cain ist ein ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Godfather’s Pizza, der 2012 für die Republikaner sogar als Präsidentschaftskandidat antreten wollte. Damals kamen jedoch Vorwürfe von Frauen ans Licht, die er sexuell belästigt haben soll. Cain trat daraufhin nicht mehr an und schlug eine Karriere als konservativer Radiomoderator ein. Die Vorwürfe tauchten allerdings wieder auf, nachdem ihn Trump für einen Fed-Posten ins Spiel gebracht hatte.

Seit Langem schon steht die Fed beim US-Präsidenten in der Kritik. Er wirft ihr und dem Vorsitzenden Jerome Powell persönlich vor, mit den Zinserhöhungen des vergangenen Jahres die Konjunktur unnötig zu bremsen. Im Dezember vergangenen Jahres drohte Trump gar, Powell als Fed-Chef abzulösen.

Als Mitglied des siebenköpfigen Boards der Notenbank hätte Cain künftig die Entscheidungen im Sinne des Präsidenten beeinflussen können. Trumps Wunsch, ihn im Vorstand der Fed zu haben, hatte daher Besorgnis über die Politisierung der US-Notenbank ausgelöst.

Es ist allerdings auch noch ein Sitz im Gouverneursrat frei, für den Trump seinen langjährigen Wegbegleiter Stephen Moore benennen will. Er ist Chefökonom der konservativen Heritage Foundation, die Trumps Forderungen nach Zinssenkungen mittrug.

Mit Agenturmaterial.

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