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13.09.2017

12:14 Uhr

Warnstreik

Heute bleiben viele Postbank-Filialen geschlossen

VonYasmin Osman

Die zähen Tarifgespräche zwischen Postbank und der Gewerkschaft Verdi über einen Kündigungsschutz haben erste Folgen für die Kunden: Daher bleiben heute viele Filialen wegen Betriebsversammlungen geschlossen.

Postbank-Filialen bleiben heute geschlossen. dpa

Postbank-Finanzcenter

Zahlreiche Postbank-Filialen bleiben heute wegen Betriebsversammlungen geschlossen.

FrankfurtKunden der Postbank müssen an diesem Mittwoch flexibel sein: Der Betriebsrat hat die Filialmitarbeiter an diesem Tag zur Betriebsversammlung geladen. „Deshalb bleibt an diesem Tag bundesweit ein Großteil der Postbank-Filialen geschlossen oder sie haben nur stundenweise geöffnet“, teilte die Postbank am Montag mit. Um die Folgen für die Kunden abzufedern, will das Kreditinstitut per Aushang über geschlossene Zweigstellen, Ersatzfilialen oder geänderte Öffnungszeiten informieren. Auch im Internet gibt es konkrete Informationen.

Zumindest die Bargeldversorgung dürfte für Postbank-Kunden aber kein Problem sein: Die Selbstbedienungsbereiche sollen nach Angaben der Post grundsätzlich zur Verfügung stehen. An den Service-Terminals lassen sich außerdem auch Kontoauszüge ausdrucken oder Überweisungen vornehmen. Von den Betriebsversammlungen nicht betroffen sind außerdem die Partnerfilialen der Deutschen Post im Einzelhandel.

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Die Deutsche Bank will die Postbank wieder voll ins Privatkundengeschäft integrieren. Letztere verhandelt derzeit mit Verdi über Gehälter und Kündigungsschutz. Die Gewerkschaft droht mit einem harten Arbeitskampf.

Hintergrund für die Betriebsversammlungen sind die zähen Tarifgespräche zwischen Postbank und den Gewerkschaften, in denen es nicht nur um Gehälter, sondern vor allem auch um den Kündigungsschutz geht. Seit klar ist, dass die Postbank vollständig in die Deutsche Bank integriert werden soll, hat gerade der Kündigungsschutz für die Arbeitnehmervertreter an Brisanz gewonnen. Vergangene Woche hatte die Gewerkschaft Verdi daher bundesweite Warnstreiks angekündigt, die in der kommenden Woche beginnen dürften.

Auf den Betriebsversammlungen wird es Arbeitnehmerkreisen zufolge um den Stand der Tarifgespräche gehen. Dass diese Betriebsversammlungen nun alle bundesweit am gleichen Tag stattfinden, kann man wohl als eine Art „Aufwärmübung“ für die geplanten Warnstreiks werten.

„Wenn die Arbeitgeber bei der Postbank nicht bereit sind, einen wirksamen Kündigungsschutz mit uns zu vereinbaren, wird es auf eine harte Auseinandersetzung hinauslaufen“, hatte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck vergangene Woche nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde gesagt. Ein Postbank-Sprecher widersprach am Montag: „Wir sind zu allen Punkten gesprächsbereit.“

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