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07.02.2017

15:56 Uhr

Werbekampagne für „Kwitt“

Bot(e) treibt für Sparkassen das Geld ein

Die Sparkassen werben mit einem martialischen Geldeintreiber für eine Bezahl-App. Die Kampagne baut auf einem Facebook-Bot auf, der dabei hilft, individuelle „Drohvideos“ zu erstellen.

Videoklick der Woche

Das ist der Geldeintreiber der Sparkassen

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DüsseldorfSo einem Geldeintreiber will niemand gerne begegnen: nackter Oberkörper, kahl geschorener Schädel, überall tätowiert und äußerst brachial. Die Sparkassen schicken einen solchen freundlichen Zeitgenossen in einer neuen viralen Werbekampagne in Aktion.

In einem über Facebook verbreiteten Werbefilm wird ein junger Mann von dem rabiaten Eintreiber verfolgt – und daran „erinnert“, an seinen „Kumpel Patrick“ ganze 2,60 Euro zu zahlen. Doch der Muskelmann will das Geld nicht in bar, sondern erinnert den Schuldner daran, dafür die Funktionen „Kwitt“ der Sparkassen-App zu nutzen.

Handy-zu-Handy-Zahlung: „Kwitt“ – Sparkassen-App kann jetzt Geld versenden

Handy-zu-Handy-Zahlung

„Kwitt“ – Sparkassen-App kann jetzt Geld versenden

Seit zwei Monaten bieten Sparkassen ihren Kunden die Möglichkeit, Geld per Smartphone zu überweisen. 260.000 Kunden nutzen das Angebot mit dem Namen „Kwitt“, bei dem man eigentlich mit den Volksbanken kooperieren wollte.

Für die knapp 400 Sparkassen ist Kwitt eine Neuheit mit erstaunlichem Erfolg. Zwei Monate nach dem Start haben sich 260.000 Kunden für den Service registriert, mit dem sie per Smartphone an andere Smartphones Geld versenden können. „Alle sind stolz, dass wir auch einmal etwas Neues haben“, hatte Joachim Schmalzl, Digitalvorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, zuletzt auf der Handelsblatt Jahrestagung Zukunftsstrategien für Sparkassen und Landesbanken gesagt.

Die jetzt gestartete Werbekampagne setzt auch auf einen „Bot“, eine Software, die automatisiert auf Fragen und Eingaben reagiert. Der in den Facebook-Messenger integrierte „Bote“ hilft den Nutzern dabei, ein individualisiertes Video zu erstellen und das brutale Muskelpaket einem Bekannten auf den Hals zu hetzen.

Die größten Sparkassen in Deutschland

Platz 10

Sparkasse Pforzheim Calw

Bilanzsumme: 11.317 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 7467 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1977

Angaben jeweils für Ende 2016
Quelle: Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV)

Platz 9

Sparkasse Bremen AG

Bilanzsumme: 11.496 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 7852 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1423

Platz 8

Ostsächsische Sparkasse Dresden

Bilanzsumme: 12.347 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 9735 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1653

Platz 7

Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam
Bilanzsumme: 12.348 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 10.032 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1598

Platz 6

Sparkasse Hannover
Bilanzsumme: 14.189 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 11.328 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1925

Platz 5

Stadtsparkasse München
Bilanzsumme: 17.623 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 14.826 Mio. Euro
Mitarbeiter: 2828

Platz 4

Frankfurter Sparkasse

Bilanzsumme: 18.178 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 15.991 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1833

Platz 3

Kreissparkasse Köln

Bilanzsumme: 25.144 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 18.183 Mio. Euro
Mitarbeiter: 4261

Platz 2

Sparkasse KölnBonn

Bilanzsumme: 27.137 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 20.074 Mio. Euro
Mitarbeiter: 4188

Platz 1

Hamburger Sparkasse (Haspa)

Bilanzsumme: 43.910 Mio. Euro
Kundeneinlagen: 34.265 Mio. Euro
Mitarbeiter: 5307

Innerhalb weniger Stunden kam das Geldbot(e)-Video bei Facebook bereits auf mehr als 700.000 Abrufe und wurde über 1.000 mal geteilt. Bereits in der Vergangenheit hatte die Werbeagentur Jung von Matt für die Sparkassen erfolgreiche Internetkampagnen entworfen – etwa eine in Jugendsprache („Gönn Dir ist einfach“), die solchen Formulierungen zu großer Bekanntheit verhalf.

Im Dialog per Chat können Empfänger der Werbebotschaft ein eigenes Geldeintreiber-Video erstellen. Screenshot

Dialog im Facebook-Messenger

Im Dialog per Chat können Empfänger der Werbebotschaft ein eigenes Geldeintreiber-Video erstellen.

Von

mdo

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